6 wichtige Tipps zum sofortigen breifreien Beikost-Start

6 wichtige Tipps zum sofortigen breifreien Beikost-Start

Verzieht dein Kind sein Gesicht, wenn du nur mit dem Breilöffel in die Nähe kommst? Spukt es dir das Essen wieder aus, „stiert“ aber dir beim Essen auf deine Hand, als ob es gleich selbst es in die Hand nehmen und essen möchte? Dann ist Babylead Weaning (nachfolgend BLW genannt) eine Möglichkeit für euch, um von den Stillmahlzeiten wegzukommen. Bei BLW geht es darum die „Breiphase“ zu überspringen und die Kinder spielerisch das Essen kennenlernen zu lassen. Für viele noch ein Unding, jedoch kann ich nur von mir sprechen, wenn ich sage, dass es für uns ein Segen und der einzig WAHRE Weg für meine Mädchen war. Da ich weder ein „Ratgeber“ im üblichen Sinne sein und noch Rat“schläge“ geben möchte, hier meine „6 wichtige Tipps zum sofortigen breifreien Beikost-Start“!

Tipp 1 zum breifreien Beikost-Start – Stillst du etwa immer noch voll?

Wer kennt diese Frage nicht, die einen auf die Palme bringt, fühlt man sich doch in seiner Entscheidung kritisiert oder falsch verstanden. Mir ging es immer so, hab ich doch die älteste Tochter bis 11 Monate gestillt; die Kleine (aktuell 8 Monate) stille ich noch immer.

Die Empfehlungen der meisten offiziellen Stellen besagen, dass heutzutage vielmehr 6 Monate voll gestillt bzw. mit Flaschenmilch gefüttert werden soll, da die wenigsten Babys vorher bereit für feste Nahrung bzw. Brei sind.

Tipp 2 zum breifreien Beikost-Start – wesentliche Voraussetzungen für den breifreien Beikost-Start mit BLW

Es gibt ein paar wenige Voraussetzungen/Anzeichen, die gegeben sein sollten, wenn du mit BLW anfangen möchtest. Diese sind wie folgt:

  • das Baby verfolgt aufmerksam, wie am Tisch gegessen wird und greift nach dem Essen – man kann ganz klar sehen, dass es kommunizieren und an dem Essen „teilhaben“ und sich versuchen möchte. Es spielt mit dem Essen in der Hand oder versucht es auch schon in den Mund zu stecken.
  • es sollte weitestgehend selbst sitzen können – entweder in einem Hochstuhl oder auf dem Schoß während der Einnahme von Mahlzeiten. Kann es noch nicht selbständig sitzen, so kann auch provisorisch ein Handtuch zur Stütze um den Körper im Stuhl gelegt werden.
  • öffnet es den Mund für Lebensmittel (egal ob mit Löffel oder ohne) und schiebt es nicht mit der Zunge raus? – dieses Merkmal ist immer wichtig, ganz gleich ob mit BLW oder mit Brei gestartet wird.

Tipp 3 – Beispiele für den breifreien Beikost-Start

Sind die in Tipp 2 genannten Voraussetzungen gegeben, kann mit ALLEM angefangen werden, was in der Hand nicht gleich völlig vermatscht, beim Kauen jedoch weich wird und daher gut geschluckt werden kann (aber keine Sorge, verschlucken/ersticken können sie sich aufgrund von „eingebauter“ Schutzmechanismen nicht). Hier ein paar Beispiele:

  • geschälte Bananen oder Trauben
  • weiche Birne
  • gedünsteter Apfel, Brokkoli oder Blumenkohl
  • Paprika, in Streifen geschnitten
  • gekochte Gemüsesticks (Karotten, Kohlrabi etc.)
  • gekochte Kartoffeln, Nudeln oder auch Reis
  • gebratene Zucchinischeiben
  • Brotstückchen
  • Wienerle ohne Haut

Wenn dir diese Beispiele zu „platt“ oder zu fad sind, kann ich dir folgende Links mit Rezepten wärmstens empfehlen:

Tipp 4 zum breifreien Beikost-Start – Geduld ist das A und O

Geduld, Geduld und noch mehr Geduld. Die Babys entdecken das Essen spielerisch bis sie bereitwillig das Essen in den Mund schieben und kauen.

Seid nicht enttäuscht, wenn sie sich also nicht gleich wie die Geier auf das Essen stürzen. Sie müssen sich mit dieser Entdeckung erst einmal anfreunden und vertraut machen. Kauen will gelernt sein und die Mägen sind auch noch sehr klein, sodass auch nicht gleich ein ganzer Teller „verputzt“ wird.

Tipp 5 – breifreier Beikost-Start: aber wie?

BLW darf, anders als beim Brei empfohlen, bei allen Mahlzeiten schon aktiv angeboten werden, d.h. es kann bei jeder Mahlzeit mitessen bis es signalisiert satt zu sein (Kopf weg drehen, Essen ausspucken bzw. mit der Zunge wieder rausschieben). Hier kannst du experimentieren und raus finden, was für dein Kind gerade stimmig ist, was es gerade mag oder ob es eine gewisse Mahlzeit nicht mitessen mag – vielleicht auch weil, zwischendurch/nebenher noch gestillt wird.

Nachdem ich meine Tochter abgestillt habe, hat sich ganz schnell gezeigt, dass sie auch keine Per-Nahrung benötigt, da sie auf einmal sehr gut am Tisch mit und sich satt aß. Es war plötzlich nicht nur „ein hier ein bisschen und da ein bisschen“. Wichtig ist an dieser Stelle dann, dass sie gut trinken, um so den „Verlust“ der Muttermilch und somit die Flüssigkeitszufuhr zu komprimieren. Lies mehr darüber hier.

Tipp 6 zum breifreien Beikost-Start – Sättigungsgefühl & Häufigkeit der angebotenen Mahlzeiten

Satt werden sollten die Babys dann, wenn sie sich quasi selbst abstillen. Dann ist es wichtig, dem Baby nicht zu festen Zeiten das Essen anzubieten, sondern immer mal wieder, gerade wenn du den Eindruck hast, das es Hunger hat. Mit 3 Mahlzeiten wie ein Erwachsener kommt ein Baby nicht aus; es sollte zwischendurch Snacks angeboten bekommen (bis zum Alter von ca. 18 Monaten). Dies ist darin begründet, weil der Magen noch so klein und dadurch ein „Satt-Essen“ nicht immer möglich ist bzw. eben nur für eine kurze Zeit.

Hinweis: Es gibt eine Faustregel, die einfach zu merken ist: das Baby ist satt, wenn es eine gekrümmte Handvoll (in Form eines Tellers) in der Größe der eigenen Hand gegessen hat – es darf aber natürlich auch etwas mehr sein, wenn es das möchte!

Vergiss nicht: folge deiner Herzensstimme

Abschließend sei jedoch nochmal gesagt, dass jeder nach Intuition und Gefühl handeln sollte, denn nur du kennst dein Kind am besten. Und das schöne bei BLW ist, dass man nichts falsch machen kann. Und wenn dein Kind eines von der schnellen Sorte ist und du das Gefühl hast, dass ihm/ihr auch diese Lebensmittel zu „langweilig“ sind, spricht nichts dagegen es am Tisch mitessen zu lassen – Spaghetti Bolognese, Kartoffelbrei oder Milchreis. Wichtig ist nur, hier auf das Würzen zu verzichten oder es stark einzugrenzen. Dies gilt natürlich auch für Süßspeisen – weniger ist manchmal mehr.

Allerdings ist dies nur eine Empfehlung. In unserem Fall habe ich dies nicht so eng gesehen. Meine Mädchen liebten es schon immer sehr gewürzt und daher habe ich sie auch mitessen lassen. Wie gesagt: falsch machen kannst du nichts, solange es für DICH ok ist.

Wenn du dich für den Beikost-Start optimal rüsten möchtest, findest du in den # Anregungen, was du hierfür benötigen könntest! Schau einfach mal vorbei und lass dich inspirieren!

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