Brei-Begeisterung sieht anders aus

Brei-Begeisterung sieht anders aus

Könnt ihr sie sehen? Die Begeisterung meiner beiden Mädels als sie ungefähr gleich alt waren? Richtig…Brei-Begeisterung sieht anders aus. Das dachte ich mir auch und so kam es, dass ich mich schlau machte, welche Möglichkeiten es noch gibt.

Babyled-Weaning (nachfolgend BLW genannt) war die Antwort auf meine Frage. Ich besuchte einen Kurs, der „zufällig“ in meiner Hebammenpraxis angeboten wurde. Dort erfuhr ich, dass es nun mal auch Babys gibt, die keinen Brei wollen und in diesem Fall kann man auch direkt mit fester Nahrung anfangen. Die wichtigsten Informationen zum breifreien Beikost-Start findet ihr hier.

Aller Anfang ist schwer? – von wegen!

Der Meinung war ich auch immer. Weit gefehlt! Ich hab ihnen einfach immer mal wieder was vom Tisch in die Hand gedrückt. Bei Emily, meiner Großen (damals 8 Monate alt, heute 3), war es ein Stück Paprika. Leah hingegen begann (mit 6 Monaten, jetzt ist sie 8 Monate) mit Erdbeeren. Sie lutschten beide erst etwas zögerlich darauf rum und dann bissen sie davon ab.

Das sie beide schon Zähne in dem Alter hatten war natürlich sehr hilfreich, allerdings ist dies keine Voraussetzung, damit man mit fester Nahrung anfangen kann. Für alle, die Stillerfahrung haben, wissen vielleicht, dass auch die Kauriemen ihren Zweck mehr als erfüllen.

Brei-Begeisterung: Meine Erfahrung mit Emily

Emily kam im August 2015 zur Welt. Schon früh mussten wir regelmäßig, d.h. alle 6 Wochen (!!) zum Kinderarzt, weil sie nur ein Federgewicht war. Das war für mich sehr belastend zu der Zeit, wollte ich doch alles perfekt machen und das Beste für mein Kind. Aber sie wollte einfach keinen Brei und der Kinderarzt baute bereits Druck auf, dass ich nun doch anfangen müsse. An dem Kind sei schließlich nichts dran.

Naja, was soll ich sagen. Druck erzeugt Druck und somit hingen wir in dieser Schleife fest. Daher war ich sehr froh als ich auf BLW aufmerksam wurde. Für uns war es das Beste. Sie begann dann zwar erst mit 8 Monaten mit der festen Nahrung und ich stillte auch noch bis 11 Monate, aber ich musste zumindest nicht mehr alle 6 Wochen antanzen. Und so bekamen wir es dann auch in den Griff.

Brei-Begeisterung 2.0: negativ – Leah mochte es auch nicht

Als Leah 5 Monate war, begann ich mit Brei – sie sollte ja schließlich auch die Chance bekommen, frei zu entscheiden. Die Entscheidung war aber auch hier gleich gefallen (s. Bild oben). Also wartete ich noch mal 4 Wochen und probierte es nochmal – wieder nichts. Im Alter von 6 Monaten entschied ich mit der festen Nahrung anzufangen. Das nahm sie gleich an und sperrte den Mund auf. Sie wollte zwar nicht so mantschen und das Essen in den Händen halten (das liebte Emily), dafür ließ sie sich aber gut und gerne füttern, was für mich auch ausreichend war.

Seitdem sind nun 2 Monate vergangen – wir haben einen relativ heißen Juni hinter uns und so ist es ein ständiges Auf und Ab. Mal isst sie mehr am Tisch mit und wenn es dann aber mal wieder über 30Grad hat, dann hängt sie doch wieder mehr an der Brust. Aber für mich ist das völlig ok. Hauptsache wir bleiben in Kontakt mit dem Essen. Häufig schaffen wir es aber auch, trotz kleinerer Mahlzeiten, die sie zu sich nimmt, dass ich sie morgens nochmal stille und dann erst abends wieder, wenn es ins Bett geht.

Warum mit Brei anfangen, wenn sie doch alle irgendwann feste Nahrung essen sollen?

Ich kann nicht nachvollziehen, warum diese „Brei-Begeisterung“ so wichtig ist. Das Ziel ist es doch, dass sie am Tisch MITESSEN. Ich kann daher nur für mich sprechen, wenn ich sage, für uns war BLW genau der richtige Start ins Leben der festen Nahrung. Es ist zwar noch nicht so be- bzw. anerkannt wie der Start mit dem Brei, aber für uns hat es sich auf jeden Fall richtig angefühlt.

Es gibt jedoch KEIN richtig oder falsch. Es muss für dich und deine Kinder stimmig sein. Das möchte ich an dieser Stelle noch betonen. Fühl in dich hinein und entscheide mit dem Herzen. Du kennst dein Kind am besten. Mehr zu diesem Thema findest du in meiner Artikelübersicht oder unter folgenden Links:

Mehr Links findest du in dem oben genannten Artikel „6 wichtige Tipps zum sofortigen breifreien Beikost-Start„!

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Machts gut und guten Hunger an eure Kids!

Eure Daniela

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2 Gedanken zu „Brei-Begeisterung sieht anders aus

  1. Hi Daniela, den neuen Artikel find ich noch besser 😊 Echt super, wie ihr das gelöst habt! Bei uns war Hannah heute auch eher unwillig beim Brei dabei, und dabei habe ich extra liebevoll Pastinaken gekocht, sie in den Kindersitz gesetzt und Lätzchen an. Aber als sie nicht wollte, habe ich mich mit ihr in Lukas‘ Zimmer auf den Teppich gelegt und gespielt. Da klingelt es an der Tür und der Postbote bringt „zufällig“ ein Babybeikost Starterset als Werbegeschenk. Darin ein Gläschen Apfel-Banane + Löffel. Das fand Hannah SEHR interessant und wollte das Gläschen gleich zum Mund führen.. Früher hätte ich das niiie gemacht, ich meine GLÄSCHEN und nicht mal GEMÜSE und nicht mal BIO!!! Aber heute habe ich ihr einfach den Löffel mit etwas drauf in die Hand gedrückt und sie hat ganz selig dran rumgelutscht, im Liegen auf dem Rücken und ohne Lätzchen. So einfach kann es auch sein! Vielen Dank für deinen Beitrag und hoffe bald auf neuen „Lesestoff“ von dir ❤️😘

    1. Danke dir für deinen Beitrag und dafür, dass du mir schon so fleißig folgst (eindeutig zweideutig 😜😂)!
      Das war natürlich purer Zufall, dass der Postbote euch das gebracht hat. Viel Spaß beim Experimentieren!

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