Corona-Quarantäne – wieso eigentlich wir?

Corona-Quarantäne – wieso eigentlich wir?

Tja, diese Frage stellt sich wohl jeder, wenn er/ sie die Info bekommt, dass man im direkten Kontakt zu einem positiven Covid19-Fall war. In unserem Fall war es unsere Große im Kindergarten. Daher heißt es seit Freitag für sie: Corona-Quarantäne. Was das alles für uns zu bedeuten hatte, davon möchte ich euch diese Woche berichten.

Ich war noch bei der Arbeit als ich sah, dass ich eine E-Mail vom Kindergarten bekommen hatte. Leider konnte ich in der Erstansicht nur lesen: …heute hat uns die Nachricht erreich…! Da lief es mir schon eiskalt den Rücken runter. Als ich dann die E-Mail las, wurde schnell klar, dass es einen positiven Covid19-Fall im Kindergarten gegeben hatte.

E-Mail für dich

Nach kurzem Lesen fiel mir eine kleine Info in Klammer auf. In dieser Klammer wurde klar, um welche Gruppe es sich im Kindergarten hielt – ach du sch***! Das war ja die Gruppe meiner Tochter. Jetzt war ich auch noch geschockt. Der erste Gedanke: WARUM EIGENTLICH WIR?

Dem Schreiben des Kindergartens lag sogleich eine erst Info vom Gesundheitsamt dabei. Diese beinhaltet ein Hinweisblatt zur Corona-Quarantäne und wie lange die Kinder in der Gruppe meiner Tochter in häusliche Quarantäne verbleiben müssen. Wir sprachen dort von 12 Tagen! Booaaah, wie sollten wir das nur bewerkstelligt bekommen? Ich habe keinen Urlaub mehr übrig, da ich dieses Jahr einen neuen Job begonnen und sämtlichen Urlaub während des Corona-Lockdowns verbraucht hatte. Also was nun?

Ab sofort Corona-Quarantäne – alles andere muss noch warten

Die Vorgaben waren klar. Einer musste mit unserer Tochter zu Hause bleiben. Wie dies jedoch genau funktionieren sollte ohne Urlaub war mir noch immer nicht klar. Aber am Freitagabend würde ich darauf auch keine Antwort mehr bekommen. Also hieß es jetzt erst einmal: 

Ruhe bewahren! – Sämtliche Termine und Verabredung in dieser Zeit absagen! – Ruhe bewahren

Montag – Tag 3 der Corona-Quarantäne

Das Wochenende war ja noch relativ gut rumzukriegen in Quarantäne. Mein Mann und die Jüngste sind wenigstens etwas raus an die frische Luft; die Große und ich machten das beste daraus und blieben zu Hause. Wir spielten, malten und schauten einen Film!

Doch zum Wochenstart entschied ich mich, gemäß der Empfehlung des Gesundheitsamtes die Kleine in die Kita zu bringen. So kam wenigstens sie etwas raus an die frische Luft und genoss wenigstens ein bisschen „Normalität“ in diesem Corona-Wahnsinn, der nun auch uns im Griff hatte. Die Große malte ein bisschen während ich die Telefonate führte.

1. Kita telefonieren

Die Kleine hatte ich wie gesagt in die Kita gebracht, doch zwischenzeitlich überkamen mich Zweifel. Hatte ich richtig entschieden sie zu bringen? Sollte ich sie wieder abholen? Was, wenn sie nun Überträger wäre? Könnte ich mit dieser „Schuld“ leben? Die Mamas mit Geschwisterkindern in der Schule, brachten diese ja auch in die Schule. Die Kita-Mamas ließen diese zu Hause…

Ich rief also nochmal in der Kita an und sprach nochmal offen das Thema an. Die Erzieherin bestätigte mir dann nochmal, dass es meine freie Entscheidung ist/war, sie zu bringen. Verweigern dürfen sie die Betreuung nicht, denn Kontaktpersonen 2. Grades sind nicht von der Quarantäne betroffen. Ich ließ sie also dort, um noch mit Arbeitgeber und Kinderarzt zu telefonieren.

2. Arbeitgeber kontaktieren

Als erstes sprach ich mit meinem Arbeitgeber über die Möglichkeiten. Hier möchte ich gar nicht genauer darauf eingehen, denn wie ich in unserer WhatsApp-Kindergarten-Gruppe erfahren durfte, gibt es hier so viele verschiedene Möglichkeiten, die wiederum auch stark vom Arbeitgeber abhängig sein. Daher empfehle ich an dieser Stelle einfach mal mit der Personalabteilung oder Lohnstelle zu sprechen. 

3. Kinderarzttermin für Corona-Test

Es war gar nicht so leicht bei unserem Arzt durchzukommen, denn dieser betreut einige unserer Kinder aus dem Kindergarten. Daher war der frühestmögliche Termin auch erst abends, sodass wir uns dann natürlich auch bis in die Abendstunden gedulden mussten. Aber ich war schon froh, dass ich überhaupt gleich einen Termin bekam.

Nachmittags in der Kita

Den Vormittag hatte ich ja überwiegend am Telefon verbracht, aber tatsächlich spielten meine Große und ich auch ein bisschen zusammen. Ruckzuck war es dann auch schon Zeit die Kleine von der Kita abzuholen. Dort angekommen, fühlte ich mich überhaupt nicht wohl.

Ich sah überall Blicke, wo keine waren und interpretierte Dinge hinein, die vermutlich auch nicht da waren. Aber da ich selbst so verunsichert war, hatte ich das Gefühl, dass mich alle anstarrten. Eine Mama sprach mich direkt an – nicht wertend, aber dennoch meine Entscheidung infrage stellend. Ich beruf mich jedoch auf die Aussage des Gesundheitsamtes und beendete das Gespräch.

Der restliche Nachmittag verlief recht unkompliziert. Wir spielten etwas im Hof und dann noch drin. Selbst ein Spaziergang ist ja während der häuslichen Quarantäne erlaubt. Aber an Tag 3 war das auch noch nicht so das Thema.

Der Corona-Test

Als es endlich Zeit für den Arzttermin war, fuhren wir los. In der Arztpraxis angekommen, meldeten wir uns an und mussten dann zurück in das Foyer, wo die Ärztin für den Abstrich zu uns kommen würde. Wir mussten nicht lange warten. Die Ärztin war sehr freundlich und erklärte ihr genau, was sie nun machen würde. Sie bat mich, die Große auf meinen Schoß zu nehmen.

Mit einer Hand sollte ich ihre Arme heben; mit der anderen ihre Stirn (sie musste ihren Kopf in den Nacken legen). Dann wurde der Abstrich gemacht. Erst im Rachenraum, dann in der Nase. Ein kurzes Würgen, ein kurzes Aufschreien und dann beruhigte sie sich gleich – und war mega stolz. Ganz zu schweigen davon, wie stolz ich auf sie war.

Ich fragte nun auch noch die Kinderärztin, ob die Schwester in die Kita dürfe und auch sie bestätigte mir dies nochmal. So lange nicht klar ist, dass die große Schwester positiv ist, kann sie auch nichts an die Schwester oder die Kita-Kinder übertragen. Das beruhigte mich dann doch sehr und ich beschloss sie am nächsten Tag wieder zu bringen.

Die Corona-Quarantäne – Tag 4

Tatsächlich schickte ich die Kleine doch nicht in die Kita, denn sie wollte partout nicht gehen. Sie hatte verstanden, dass ihre Schwester zu Hause ist und Mama zu Hause ist und sie somit auch zu Hause bleiben wollte. Also schlug ich ihr diesen Wunsch nicht ab. Der Tag war natürlich entsprechend fordernder, aber wir hatten viel Spaß. Über den Tag verteilt

  • backten wir Halloweenkekse
  • lasen Bücher
  • aßen zu Mittag
  • spielten im Hof mit Kreide
  • und fuhren Fahrrad im Hof.

Das Ergebnis ist endlich da

Inmitten dieser Spielphasen kam dann die Info von einigen Mamas, dass ihre Kinder negativ seien. Also eilte ich schnell, um unser Testergebnis abzurufen: NEGATIV! Ich kann euch gar nicht sagen, wie erleichtert ich war. Obwohl ich auch sagen muss, ab dem Zeitpunkt, als der Test gemacht war bis zum Ergebnis, wurde ich von einer inneren Ruhe und Zuversicht getragen, die ich den ganzen langen Montag nicht verspürte.

Nun gut. Erst mal allen Bescheid geben, dass das Ergebnis negativ ausgefallen ist. Arbeitgeber anrufen, Großeltern informieren und natürlich das Ergebnis an das Gesundheitsamt melden. 

Mittwoch, Tag 5 der Corona-Quarantäne

Ich weiß noch immer nicht, wie wir die Tage meiner Abwesenheit im Geschäft genau klären werden, aber das wird sich finden. Die Großeltern haben sich nun bereit erklärt die Betreuung wieder aufzunehmen, denn die Große darf dennoch nicht in den Kindergarten – noch eine ganze Woche nicht.

Wir werden uns also dennoch etwas gedulden müssen, aber zumindest ist jetzt die Gewissheit da, dass die Große gesund ist und nichts hat und auch nichts übertragen kann. Keiner in unserem Umfeld muss in Corona-Quarantäne und das ist das Wichtigste für uns. Nächste Woche werde ich euch dann noch berichten, wie wir den Rest der Woche „überstanden“ haben.

Verpasst also meinen Beitrag nächste Woche nicht

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