Ein Tag im Schnee – kann ich über Los gehen & neu starten?

Ein Tag im Schnee – kann ich über Los gehen & neu starten?

Eigentlich wollte ich an dieser Stelle meinen Jahresrückblick sowie meine Wünsche für das neue Jahr 2021 mit euch teilen. Doch mir kam mal wieder das Leben dazwischen. Und eine Erkenntnis, die ich an diesem heutigen Trouble-Tag hatte. Wie die Überschrift jedoch verlauten lassen könnte, es war ein Tag, den ich gerne noch einmal erleben und einiges besser machen würde.

Ein Tag im Schnee

Wir hatten heute einen Ausflug in den Schnee geplant. Die Kleine war zwar bereits schon im Schnee am Sonntag gewesen, aber als Familie waren wir bislang, seit sie „so alt“ ist noch nie. Daher haben wir die Schlitten eingepackt und fuhren den Kandel hoch. Dort angekommen, stießen wir sogleich auf eine Freundin und ihre Familie, die gerade neben uns parkten – Zufälle gibt es manchmal.

Wir hatten echt Spaß im Schnee, wenn man bedenkt, dass beide Mädels nicht Schlitten fahren wollten. Die Kleine saß einfach nur auf ihrem Schlitten mit den Händen in den Taschen und die Große bevorzugte es mit dem Schnee um sich zu werfen und ihn essen. Dennoch blieben wir länger als erwartet – nicht zuletzt dank unserer zufälligen Begegnung.

Zum Abschluss wollten wir dann noch ein Gruppenbild machen und da fing die Große dann an zu maulen und zu motzen – ja regelrecht zu zicken. Sie schrie und tobte und wollte per du kein Foto machen. Nach etlichen Versuchen, sie davon zu überzeugen auf das Gruppenbild zu kommen, machten wir schließlich das Bild ohne sie. Die Kleine war mittlerweile ebenfalls nörglig und fing an zu weinen.

Die Heimfahrt

Auf der Heimfahrt ging das Geflenne und Gestreite gerade weiter und ich konnte richtig fühlen, wie es immer mehr an meiner Stimmung zerrte. Mein Mann maßregelte auch schon die ganze Zeit und ich erklärte, wie traurig ich darüber sei, dass sie nicht auf dem Foto gewesen sei. Dies machte sie wiederum traurig und sie weinte weiter. 

Von da an konnten wir nichts mehr recht machen und wir WOLLTEN es auch gar nicht. Wir waren mittlerweile selbst so angefressen, dass wir der Große nur aus Trotz zuleid leben wollten. Sehr zu ihrem Missfallen. Dies spitzte sich so zu, dass ich sie dann kurz vor der Ankunft zu Hause „aussetzen“ wollte. Das tat ich natürlich NICHT.

Der Versuch mich mit MIR selbst zu verbinden

Die Tatsache meiner Tochter „zuleid leben“ zu wollen, zeigte mir ganz klar: STOP – was stört mich denn nun so? Warum bin ich so? Und warum triggert es mich so ungemein? Ist das jetzt wirklich meine schlechte Laune oder die eines anderen? Ich merkte, wie die Fragen in mir arbeiteten und sämtliche Gefühle aufkommen ließen: Wut, Traurigkeit, Verletztheit, Enttäuschung und Frustration.

Das innere Kind in mir rebelte und schien sagen zu wollen: „Du warst früher genauso und konntest es nicht abhaben, dass man immer an dir rum nörgelte…“. Und noch eins wurde mir bewusst: ich hatte Erwartungen an diesen Ausflug gelegt und schlimmer noch, ich wollte der Familie eine Freude bereiten. Eine sehr gefährliche Mischung, wenn ihr mich fragt. 

Negative Glaubenssätze kommen an den Tag

Während wir also auf dem Heimweg im Auto sitzen und uns immer mehr vom Schnee entfernen, wird mir einmal mehr bewusst, dass ich noch immer so viele Glaubenssätze in mir trage. Und dass genau diese zur Situation beigetragen, sie genährt und erst aufkommen ließen. Ich möchte sie nun noch einmal vergegenwärtigen und entkräften, in dem ich sie nun niederschreibe und verabschiede:

  • Family first – ist die Familie glücklich bin ich es auch.
  • Urlaub bedeutet Zeit für die Familie und den Partner; erst viel später für mich.
  • Meine Wünsche, Bedürfnisse und/ oder Dinge, die mir Freude bereiten müssen, auch mal hintenanstehen. 
  • Ich bin eine schlechte Mutter, wenn ich im Urlaub die Zeit anders verbringe als mit meinen Kindern. 
  • Ich darf nicht meine Bedürfnisse über die der Familie stellen.
  • Manchmal muss man gute Miene zum bösen Spiel machen.
  • Opfer zu bringen und das zu tun, was die anderen möchten, muss auch mal sein.

Nachdem ich mir all dieser Gedanken und Gefühle klar wurde, beschloss ich ein Schlussstrich darunter zu ziehen. Ich wollte, dass der Tag nicht so weitergeht. Daher kuschelten wir uns auf die Couch, sprachen über unsere Gefühle, ließen ihnen Raum und Zeit und genossen das HIER und JETZT. 

Der restliche Tag in Kurzfassung

Es hielt nicht lange an – entweder bockte die Kleine oder die Große hatte irgendwelche Flausen. Mein Nervenkostüm war heute sehr sehr dünn. Zum Glück kam meine Schwester und so entspannte und entschärfte sich die Lage etwas. Und je später der Tag wurde, desto ruhiger die Kids.

Letztlich schreiben wir nun 19.45Uhr – die Kids schlafen. Ich schreibe die letzten Zeilen für das Jahr 2020 (der Jahresrückblick kommt dann eben im neuen Jahr). Daher werde ich diesen Bericht nun beenden und diesen Tag im Schnee als ein Tag mit Höhen und Tiefen verbuchen. Nicht mehr. Aber auch nicht weniger.

Neujahrswünsche

Ich wünsche alle meinen Lesern, Freunden und Familienangehörigen einen wunderschönen Start in das neue Jahr. Bleibt gesund und genießt jeden Tag im neuen Jahr. Ich würde mich indes freuen, wenn ihr mir auch in 2021 weiter folgt. 

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