Horror-Szenario: Der Gang zum Zahnarzt

Horror-Szenario: Der Gang zum Zahnarzt

Wie ihr in meinem Beitrag „Der Albtraum von Mama & Kind: Der Zahnarzt-Besuch“ nachlesen könnt, hatten wir vor einigen Tagen unseren halbjährlichen Zahnarzt-Termin. Für viele Mamas ein absolutes Horror-Szenario: der Gang zum Zahnarzt.

Der Zahnarzt hatte bei der Untersuchung gleich gesagt, dass Emily’s Zähne gut aussehen und nichts zu beanstanden ist. Er fragte sie während dieser Behandlung, ob sie auch nach jedem Essen, die Zähne putze. Sie konnte ja nicht antworten und ich hob mir die Antwort auf, bis er uns bestätigte, dass ihre Zähne gut und gesund seien.

Gut gemeint ist nicht immer gut gemacht

Eine weise Frau hatte mir das mal gesagt und es stimmt total. Die Zähne 3x täglich zu putzen ist gut gemeint, jedoch je nach Intensität des Zähneputzens nicht immer gut gemacht. Und vermutlich werde ich hier in diesem Kontext auf viele Kritiker stoßen, deswegen möchte ich an dieser Stelle gleich betonen: JEDER hat das Recht nach eigenem Messen und Ermessen zu handeln!

Bei uns ist es tatsächlich so, dass Zähneputzen schon immer ein mega Thema WAR. Ich hab dies für mich aufgelöst, weil ich diesen ständigen Kampf nicht mehr wollte. Daher haben meine große Tochter und ich uns geeinigt, dass es ok ist, wenn sie nur abends die Zähne putzt bzw. dass ich sie ihr dann dafür putze. Abends möchte eich die Zähne geputzt wissen, denn tagsüber kommt „da“ so viel hinein, da „muss“ es schon sein. Jedoch morgens konnte ich für mich loslassen, denn da schläft sie ja und wenn sie mal in der Nacht trinkt, dann nur Leitungswasser.

Ich habe dies dem Zahnarzt wie gesagt, NACH der Behandlung auch so gesagt und er gab mir völlig recht. Natürlich liegt das auch bei jedem Zahnarzt anders: frag 5 Zahnärzte und jeder sagt dir was anderes. Ich fand es jedoch toll, dass er da völlig wertungsfrei bleiben und mir hier auch meine eigenen „Zugeständnisse“ lassen konnte.

Lippenbändchen-OP vs. Zahnspange

Wie ihr auf dem Beitragsbild sehen könnt, hat meine Tochter eine Zahnlücke vorne (die hab ich und die Jüngste auch), das so genannte Lippenbändchen.

Früher hat man hier eine Zahnspange verschrieben bekommen, damit sich die Lücke „schließen“ kann und ich verrate euch eines: ich hatte die „Übernacht-Zahnspange“, die „feste Zahnspange“; ja ich hatte sogar ein „Pferdegebiss-Zahnspange“ (sieht aus als würde dir jemand ein Halfter ums Maul binden)! Und wofür das ganze: die Lücke ist wieder da und unten haben sich ebenfalls wieder 2 Zähne „verkeilt“.

Heutzutage würde man dieses Lippenbändchen jedoch mit einem kleinen Eingriff entfernen, d.h. weg schneiden. Diesen Eingriff würde man jedoch erst machen, wenn die „2.Zähne“ schon da sind und die Lücke sich nicht von selbst mal entfernt hat (z.B. durch einen blöden Sturz). Wer mehr über das Lippenbändchen, die Ursachen, Probleme oder den Eingriff wissen will, der klickt hier!

Ich persönlich finde dies prinzipiell besser wie ein Trauma durch Zahnspangen (je nachdem von welche wir halt sprechen) durchmachen zu müssen. Aber auch hier ist jedem selbst die Entscheidung überlassen.

Mein Kind wird niemals zu klein für eigene Entscheidungen sein

Ich habe jedoch entschieden, dass meine Tochter diese Entscheidung einmal selbst treffen darf. Wie gesagt, ich lebe gut mit dieser Zahnlücke; ja ich liebe sie sogar. Sie macht mich nicht einzigartig, aber dafür liebenswert und für mich hat es noch eine kleine Erinnerung an Kindheitstage – das Lächeln wirkt (in meinen Augen) dadurch verschmitzer, frecher – kindlicher eben.

Diese Tortur und die Zeit (ja auch das Geld, selbst wenn die Krankenkasse das übernimmt) in eine Zahnspange würde ich daher nur dann investieren, wenn es wirklich unbedingt erforderlich ist und mein Kind das auch MÖCHTE. Denn wie gesagt, bei mir hat es nichts gebracht.

Dies habe ich auch so zum Zahnarzt gesagt und auch hier konnte er dies völlig bei mir belassen. Ich kenne nur wenige „Götter in weiß“, die dich nicht falsch machen, weil du anders denkst und das habe ich sehr geschätzt bei diesem Zahnarzt.

Es gibt kein Richtig oder Falsch

Wenn du bis hierhin durchgelesen hast und dir platzt schon schier die Schnurrhut, dann bitte ich dich einmal TIEF ein- und wieder auszuatmen. Ich freue mich, dass du dennoch den Text bis zum Schluß gelesen hast und ich respektiere es, wenn du darüber, vielleicht gerade weil du andere Erfahrungen zu diesem Thema gemacht hast, anders darüber denkst.

Vielleicht kannst du für dich aber auch einiges mitnehmen, weil es bei dir auch so ein schwer belastetes Thema schon immer war, weil du dich oft missverstanden oder falsch gemacht fühlst.

Jeder darf seine eigene Meinung dazu haben – es gibt kein richtig oder falsch! Hör auf dein Herz, es wird dir DEINEN Weg weisen.

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