Kreuzfahrt ins Glück – meine Traumreisen auf dem Schiff

Kreuzfahrt ins Glück – meine Traumreisen auf dem Schiff

Klingt kitschig? Und wie…doch unsere erste Kreuzfahrt war tatsächlich eine Kreuzfahrt ins Glück. Warum verrate ich euch noch. Zuvor möchte ich aber allgemein auf unsere bisherigen Erfahrungen mit Kreuzfahrten mitteilen, denn im Zuge der Blogparade „Meine beste Kreuzfahrt“ fühlte ich mich einfach SO angesprochen. Daher nun zu meinen Kreuzfahrt-Erfahrungen.

Mein Mann und ich haben vor ca. 6 Jahren unsere erste Kreuzfahrt gemacht. Wir wollten dies schon immer mal tun, denn wir lieben es die Welt zu entdecken, nie länger Rast an einem Ort zu machen und so in kürzerer Zeit gleich mehrere Orte, Staaten oder Länder zu „erobern“. Natürlich blieb es dann nicht fern, auch mal eine Kreuzfahrt zu machen, die genau diesen Vorteil mit sich bringt. Naja, was soll ich noch sagen: wir haben (erst) 2 Kreuzfahrten bislang gemacht, aber es werden definitiv noch mehr folgen. Denn wir lieben es auf dem Schiff zu sein, die Welt und dabei das weite, offene (und grenzenlose) Meer zu bestaunen und zu bereisen. Die beiden Kreuzfahrten, die wir bislang gemacht haben, waren wie folgt:

2014 – Karibik-Kreuzfahrt (7 Tage – Miami, Jamaika, Cayman-Inseln, Cozumel (Mexiko), Bahamas, Miami)

2017 – Kuba-Kreuzfahrt (7 Tage – Havanna, Santiago de Cuba,Montego Bay, Cienfuegos,  Havanna)

2014 – unsere Kreuzfahrt ins Glück in der Karibik

Schon vor unserer Hochzeit im Juni 2014 war uns klar, dass wir eine große Flitterwochen-Rundreise machen wollen. Also beschlossen wir schon ziemlich früh eine Ostküsten-Reise zu machen – Start der Reise war Washington D.C. Wir mieteten uns dort ein Auto und fuhren sämtliche Bundesstaaten der Ostküste an bis runter nach Miami. Der krönende Abschluss sollte unsere persönliche „Kreuzfahrt ins Glück“ sein. Eine Woche erholen nach der Rundreise im Auto und einfach noch mal ausspannen und relaxen. Das war auch echt gut so, denn da wir im Oktober unsere Flitterwochen antraten, kamen wir in New Bern fast in einen Hurricane und waren dann echt froh, dass es bei einem heftigen Unwetter mit Platzregen geblieben war – und wir noch rechtzeitig im Hotel ankamen. Natürlich brauch ich nicht extra zu erwähnen, dass wir in diesen 3,5 Wochen auch sehr viel erlebt, gesehen und unternommen haben. Diese Eindrücke konnten wir selbst nach dieser Kreuzfahrt erst Monate später (er)“fassen“.

Warum Kreuzfahrt ins Glück?

Ich möchte euch nun nicht länger auf die Folter spannen, wobei es durch die Flitterwochen schon fast selbsterklärend ist, warum ich diesen Titel für meinen Beitrag gewählt habe. Wir sind, auch heute noch (6 Jahre später) glücklich verheiratet. Doch haben wir diese ganz besondere Zeit auch noch mal ganz anders empfunden und genossen. Wir haben quasi alles in einer rosaroten Brille gesehen und Dinge unternommen, die wir heute (mit 2 Kindern) so einfach nicht mehr machen würden. Ganz speziell bei der Kreuzfahrt haben wir es uns gut gehen lassen. Dieses „schwimmende“ Hotel ist für uns einfach das NonplusUltra und würden dies tatsächlich auch mit beiden Kindern mal machen. Doch bei dieser Kreuzfahrt ging es nur um uns. Wir haben jeden Abend Cocktails getrunken und uns mit einem Pärchen getroffen, dass wir auf dem Schiff kennengelernt hatten. Die Landausflüge hatten wir auch schon vorab geplant und das gemacht, worauf wir gerade Lust hatten (mehr dazu kommt noch). Das es Essen wie Sand am Meer gab, brauch ich wohl nicht extra zu erwähnen. Wir waren einfach NIE hungrig. Und wir nutzten dabei noch nicht mal die kostenpflichtigen Restaurants. Wir lebten einfach in den Tag, aßen wenn wir Hunger hatten, lagen am Pool, nahmen an irgendwelchen Bingo-Veranstaltungen teil, beobachteten die Leute bei den Nachmittagsspielen oder ich las gemütlich ein Buch. Und das waren nur die Seetage…ihr seht, so viel Unterhaltung auf hoher See – ein Träumchen! Nun noch über die Landgänge bzw. –ausflüge:

Jamaika – Dunn’s River Falls, The „Rose Hall”…

Dunn’s River Fall in Ochoa Rios, Jamaika

Für mich persönlich war dieser „Lay-Over“ auf Jamaika das Highlight der ganzen Reise. Nicht wegen dem Land als solches – ich war tatsächlich schon mal mit 15 Jahren auf Jamaika mit meiner Familie. Daher kannte ich die Dunn’s River Falls sowie Rose Hall bereits. Ersteres ist ein wundervoller Wasserfall, dem man nach unten „absteigen“ kann. Der Wasserfall mündet dabei direkt ins Meer. Die Kulisse ist dort einfach unbeschreiblich (was auch der Grund dafür war, warum ich dort noch mal ein Fotoshooting in den Brautkleidern machen wollte, aber das ist eine andere Geschichte). Das Wasser dort ist herrlich und wer nicht will, kann den Abstieg auch direkt neben dem Wassserfall an einer Treppe runter wagen. Alles ist möglich. Sollte ich jedoch jemals wieder nach Jamaika gehen, würde ich mich diesmal trauen und diesen Abstieg wagen. Das „Rose Hall“ ist bekannt als das „Geisterschloss von Montego Bay“. Auf die Geschichte hier einzugehen, wäre mir aber etwas zu viel. Wer dennoch mehr darüber lesen möchte, klickt hier.

… Delfin-Schwimmen – einfach MAGISCH

Das Delfin-Schwimmen auf Jamaika war jedoch absolut magisch. Ein Traum, von dem ich nicht mal wusste, dass ich ihn habe, ging in Erfüllung. Am Anfang war es nur ein: „Ach, schön. Von all den Ausflügen würde ich DAS am liebsten machen!“ Die Euphorie und Freude kam jedoch beim Schwimmen selbst als mir klar wurde, WAS ich gerade tat und wie unglaublich wertvoll diese Erfahrung ist. Mittlerweile bieten viele dieses Delfin-Schwimmen an, aber ich wage mal zu behaupten, dass für Europa die Möglichkeiten Delfine in Europa beim Schwimmen zu begleiten, fast unmöglich ist. Heute zehren wir noch immer von dem Video, dass wir natürlich unbedingt kaufen mussten. Meiner Großen hatten wir das Video auch schon gezeigt und sie hatte auch schon gesagt, dass sie das gerne mal machen möchte. Wenn meine beiden Mädels also mal alt genug sind, wer weiß, ob ich dann nicht mit ihnen gemeinsam diesen Traum noch mal erleben werde. Wäre auf jeden Fall unsagbar schön dieses Erlebnis mit meinen Kindern teilen zu können.

Eine Rundfahrt auf den Cayman-Inseln

Schildkröten-Farm auf den Cayman-Inseln

Die Cayman-Inseln waren sehr interessant. Es handelt sich ja um eine relativ kleine Insel und das meiste haben wir in den Reisebussen besichtigt. Viel zu sehen, außer der Innenstadt und ein paar historische Bauten, gab es allerdings nichts (auch keine Schwarzkonten :-)). Wir fuhren jedoch noch eine Turtle-Farm, also eine Schildkröten Farm an und die war echt sehr imposant. Dort gab es nämlich Schildkröten so groß wie heutzutage ein Roboterrasenmäher – über mehrere Hunderte von Jahren alt. Es waren mehrere Becken, in denen ganz viele von ihnen schwammen. Die kleineren durfte man auch mal auf den Arm nehmen (die Größeren wären eh zu schwer gewesen :-)). Am Ende der Farm gab es natürlich auch einen Souvenir-Shop, wo wir Teufelswasser – also ein Schnaps einkauften.

Cozumel – Shopping in der Altstadt und Führung durch den „Discover Mexico“ Park

In Cozumel entschieden wir uns ein bisschen zu bummeln, die Altstadt anzusehen und den „Discover Mexico“ Park zu besuchen. Dies füllte einen Tag locker aus und beim Bummeln ergaben sich ein paar tolle Schnäppchen. In der Altstadt, direkt am Hafen reihten sich die Souvenir-Läden und das finde ich so wieso immer das Spannendste und Schönste durch diese Läden zu schlendern und zu sehen, was es Regionales und Traditionelles zu kaufen gibt. Der „Discover Mexico“ Par war nur eine halbe Busstunde entfernt und war ebenso beeindruckend. Zum Schluss gab es dann auch, wie es sich für Mexiko gehört, eine Tequilla-Verkostung und anschließendem Shoppen von Tequilla-Souveniren.

Ein Ausstellungsstück im „Discover Mexico Park“ in Cozumel

Entspannen auf den Bahamas

Auf den Bahamas haben wir tatsächlich NICHTS gemacht. Stimmt nicht ganz, mein Mann nahm an einer Jet-Ski-Tour teil, aber ich wollte einfach nur Ausspannen und den vorletzten Urlaubstag auf Schiff bzw. den letzten Landgang genießen. Diese Insel gehörte tatsächlich unserer Reederei, die sich diese Insel mit einer anderen Reederei teilte, sodass hier wirklich nur die Passagiere des Schiffes anwesend waren – und natürlich das Personal. Es war paradiesisch und nicht so überlaufen. Mit dem befreundeten Pärchen machten wir diesen Ausflug. Die Männer fuhren derweil Jet-Ski und wir beiden entspannten auf der Liege. So ging unsere Kreuzfahrt – unsere Kreuzfahrt ins Glück, zu Ende.

Nassau, Bahamas

Was hat es denn nun mit Kreuzfahrt ins Glück auf sich?

Aber das wohl größte Glück, dass wir während dieser Kreuzfahrt (deswegen auch Kreuzfahrt ins Glück) erlebten: nur 6 Wochen später erfuhren wir von unserem Wunder, welches wir 9 Monate später in unseren Armen halten durften. Ja, ihr lest richtig. Wir brachten unser ganz eigenes Flitter-Baby mit nach Hause! Und es trägt nicht den Namen Montego, Rose oder Cozumel…;-) Sie ist die wohl schönste Erinnerung an diese Kreuzfahrt oder diese Flitterwochen. Ein Souvenir (wenn man so will) für die EWIGKEIT! Und sie ist mittlerweile 5 Jahre alt und große Schwester zu unserer fast 2jährigen Tochter. Diese Reise bescherte uns also auf vielerlei Hinsicht Glück, sodass es den Titel „Kreuzfahrt ins Glück“ in meinen Augen wirklich verdient hat. Und wer noch nicht genug Fernweh hat, dem werde ich nun noch von unserer letzten Kreuzfahrt berichten. 

Eine weitere Kreuzfahrt ins Glück – Kuba 2017

In diesem Jahr, also 2017, erfüllten wir uns einen weiteren Traum – Kuba in seiner „relativ noch unversehrten“ Struktur – bevor die Amerikaner kommen und (noch mehr) Hotel- und Restaurantketten aufziehen. Unsere älteste Tochter war gerade 1,5 Jahre alt, doch wir wollten uns nicht davon abbringen lassen. Da uns ihre Sicherheit aber das wichtigste war, kamen Busrundreisen oder eine Rundreise mit einem Mietwagen nicht infrage. Also blieb nur eine Kreuzfahrt. Dann aber eine Kreuzfahrt zu finden, die ausschließlich Orte Kubas an“fährt“, war schier unmöglich. Schließlich stießen wir dann aber auf die Crystal Cruises und so kam es das wir im April 2017 nach einem 5tägigen vorangegangen Badeurlaub auf Varadero, die Kreuzfahrt im Hafen Havannas starteten. Es ging auch nicht lange – ein paar wenige Stunden, und wir stellten fest, dass außerhalb der Ferienzeit, wir die EINZIGE (!) Familie an Board des Schiffes waren. Umgeben von Rentnern. Das war Fluch und Segen zu gleich.

Die Kuba-Route unserer Kreuzfahrt 2017 (Quelle: Celestyal Crystal)

Familienkreuzfahrt und ihre Vorteile

Die Vorteile lagen klar auf der Hand. Das Schiff war nur zur 30% ausgelastet und so vergingen nur 2 Tage bis JEDER an Bord unsere Tochter kannte, sie namentlich und sie mit „Gute Naaaacht“, sobald wir abends das Restaurant verließen, verabschiedeten. Und auch die Kellner LIEBTEN sie. Sie bekam immer das, was sie wollte zum Abendessen – auch wenn es nicht auf dem Speiseplan stand. Es wurde für sie Tiere aus Papier und Servietten gebastelt, meist gab es auch eine Nachspeise ihrer Wahl und wenn sie dann doch vor uns fertig war mit Essen, so gab es immer ein Kellner, der ihr hinterher lief. Oder auch Gäste, die in der Zeit mit ihr sprachen und sie unterhielten, wenn sie an deren Tisch zu Besuch vorbei ging. Es war einfach toll. Ganz zu schweigen, dass wir immer als erstes, von oder an Bord gehen durften, den Bus besteigen oder durch die Kontrolle gehen…das tollste war aber das Upgrade auf eine Suite. Denn aufgrund der nicht voll ausgebuchten Zimmer und der Tatsache, dass wir ja nur ein Zimmer hatten, bot man uns eine Suite mit einem abtrennbaren Schlafzimmer an. Anfangs haben wir dann doch etwas gezögert, denn auch der Preis für das Upgrade war nicht gerade wenig. Doch nachdem man uns erklärte, dass es ihnen wichtig wäre, dass es uns als Familie gut geht UND man uns noch mal einen Rabatt gewährte, schlugen wir zu. Als wir dann den regulären Preis sahen, waren wir erst recht happy über unsere Suite mit Balkon und Wohnzimmer. Das war MEGA und ein ganz klarer Vorteil.   

… und ihre Nachteile

Der wohl einzige Nachteil oder die wohl einzig beiden Nachteile, dir mir im Gegenzug einfallen…es waren keine Kinder an Bord und somit keine Kinderbetreuung, aber das störte uns und vor allem unsere Tochter überhaupt nicht. Viel mit Poolen war natürlich aufgrund der Aufsichtspflicht auch nicht und auch die Mittagsschläfchen wurden dann (immerhin) auf der Suite verbracht, aber das war ein kleines Übel mit dem wir sehr gut leben konnten. Der andere Nachteil war auch, dass wir abends nicht mehr ausgehen oder die Abendaktivitäten mitnehmen konnten. Viel Zeit für uns als Paar oder auch mal alleine für sich, blieb daher keine. Aber auch das störte uns nicht im geringsten. Wir genossen diese intensive Familienzeit sehr. Bei den Tagesausflügen war es außerdem so, dass ich mit der Kleinen im Bus blieb, damit sie bei mir im Arm einen Mittagsschlaf machen konnten. Dadurch konnte ich einige Sehenswürdigkeiten nicht sehen und habe oftmals auch geschwitzt, wenn der Reisebus dann den Motor und somit auch die Klimaanlage abstellte. Mein Mann machte dann aber immer eifrig Bilder für mich und so konnte ich zumindest auf den Fotos sehen, was ich verpasst hatte. Aber auch das, fand ich nicht so schlimm. Das war dann meine „Me-Zeit“, während die Kleine in meinem Arm friedlich ihr Stündchen (max. 1,5h) schlummerte.

Mein persönliches Fazit zu Kreuzfahrten

Quelle: Celestyal Crystal

Für mich ist jede Kreuzfahrt eine Kreuzfahrt ins Glück, denn sie bietet einfach ALLEM und JEDEM Raum – zur freien Entfaltung, zur Entspannung und natürlich zum Essen. Auch mit zwei Kindern sehe ich keinerlei Grund nicht wieder eine Kreuzfahrt zu buchen. Diesmal vielleicht doch mit Kinderbetreuung, da unsere Große nun schon bald 5 wird und es für sie sonst etwas langweilig sein könnte. Ich denke aber, dass in dieser Branche mittlerweile auch sehr viele Angebote für Familien dabei sind, die preislich absolut top und einem All-Inclusie-Club-Hotel-Urlaub in nichts nachstehen. Im Gegenteil: ich bin überzeugt davon, dass man hier sogar preislich noch viel interessantere Angebote finden kann. Wenn man sich die Zeit nimmt und vergleicht. Bzw. wenn ich ehrlich bin: vergleichen brauche ich hier nicht. Denn Club-Urlaube mit Kindern sind zwar mittlerweile schon Standard, aber wenn ich kann (und will), ziehe ich auf jeden Fall eine Kreuzfahrt vor. Und dann findet sich das mit dem Preis von alleine.

Unsere Traumreise nach Corona

Wir werden, wenn dann hoffentlich Corona rum ist bzw. es wieder erlaubt, eines meiner nächsten Traumziele ins Visier nehmen. Eine Kreuzfahrt auf HAWAII – Inselhopping genauer gesagt. Dies wird aber vermutlich dann auch eher eine individuelle Reise, denn mit 2 (Klein-)Kindern möchte ich keine Direktflüge, sondern einen Flug mit max. einem Stopp. Es muss so viel Zeit sein, um vielleicht in San Diego und/ oder San Francisco ein oder zwei Tage zu nächtigen, um nicht die vollen Strapazen auf sich nehmen zu müssen…zurück vielleicht auch direkt. Das wäre dann überschaubar und wenn man dann zu Hause ist, hat man ja alle Zeit, um sich zu akklimatisieren. Dennoch muss ein kurzer Badeaufenthalt von 3-5 Tagen auf Hawaii noch drin sein. Wenn irgendjemand von euch hier Erfahrungen gesammelt hat oder eine Kreuzfahrt (bzw. Reederei bzw. Route) empfehlen kann – bitte her damit! Ich bin über Vorschläge (hier in den Kommentaren oder direkt per E-Mail an mich) sehr dankbar.

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