Unser Ausflug auf den Feldberg – mit Höhen und Tiefen

Unser Ausflug auf den Feldberg – mit Höhen und Tiefen

Vor 6 Wochen hatten wir mal wieder einen Ausflug mit den Mädels gemacht. Diesmal ging es auf den Feldberg, wo mir zum (Aussichts-)Turm gewandert sind. Im Winter sind hier die Skilifte geöffnet. Im Sommer sind es die Spielplätze (auch ein Wichtelpfad wie ich zum SCHLUSS erfuhr). Unabhängig der Jahreszeit befinden sich dort ein paar Shops zum Lädeln und Restaurants. Außerdem wurde vor einigen Jahren ein großes Parkhaus dort errichtet, sodass auch Parkmöglichkeiten wirklich genug vorhanden sind. Von uns aus fährt man ca. 1h bis zum Feldberg, sodass es ein schönes Ziel für einen Tagesausflug ist. 

Auf dem Weg zum Feldberg, schlief unsere Jüngste auch fast ein – und mit fast meine ich, so 10min vor Ankunft. Wer kennt noch dieses Phänomen? Da haben sie eeeewig Zeit zum Einschlafen, man plant dies quasi schon mit ein, aber neeeein, sie warten bis man sich auf der Zielgerade befindet. Nun gut, wir nahmen es, wie es kam und so beschlossen wir sie „einfach“ gleich in den Buggy zu legen, damit sie dann in diesem einschlafen könnte, während wir „den Berg bezwingen“. Tja, weit gefehlt. Da macht unsere Jüngste dann auch nicht mit. Sie wollte unbedingt laufen und als wir dann auf einem Viertel der Strecke zum Turm waren, gab ich nach oder auf (wie du willst) und ließ sie raus. Sie lief dann ungefähr 5 Schritte, dann kam sie zu mir und sagte: „Mama, trage!“ Na, super. Echt jetzt?

Nicht nur der Aufstieg auf die Spitze des Feldberg war anstrengend

Die Kleine ließ sich nun absolut nicht mehr absetzen oder in den Buggy legen. Keine Chance. Die Wanderkraxe (die sie übrigens auch nicht mag), hatten wir schon im Auto gelassen, weil wir ja den Buggy dabei hatten und nicht alles mitschleppen wollten. Blöd gelaufen. Ich selbst bin auch nicht so die Wandermaus, sodass meine Laune ebenfalls RAPIDE in Keller sank. Die von meinem Mann angekündigten 1,5km zum Turm entpuppten sich dann noch zu 3km, was mich dann echt rasend machte. Er bot an, dass wir umkehren könnten, aber das wollte ich mir dann auch nicht nachsagen lassen. Zumal ich weiß, wie gerne er wandern geht – erst recht mit der Familie. Die Große hatte in der Zwischenzeit aber auch keine Lust mehr zu laufen, also setzte sie sich kurzerhand in den Buggy. Guuuuut…SO war das alles nicht geplant (die Erwartungen mal wieder…)!

Was den Aufstieg ebenso beschwerlich machte, war dieser Umschwung des Wetters. Auf der einen Seite war es frisch (morgens um 10Uhr). Auf der anderen Seite kam man mit Regenjacke dennoch ins Schwitzen. Also konnte es das Wetter es auch nicht recht machen. Hat man erstmal geschwitzt, ist es wenig ratsam die Jacken auszuziehen. Denn eine Erkältung wollte ich nun auch nicht riskieren. Also Augen zu und durch – mit dem Kind noch immer auf dem Arm.

Viele werden wohl an dieser Stelle den Kopf schütteln und sagen, da hätte das Kind weinen, schreien und toben können, sie hätten es in den Buggy gesetzt. Aber dieser Typ Mensch bin ich nicht. Wenn ich mal wirklich außer Atem war, hab ich sie dann wider Willen mal dem Papa gegeben oder auch mal ein paar Minuten in den Buggy gesetzt, aber ein schreiendes Kind auf der gesamten Strecke wollte ich niemandem zu muten. Am wenigsten MIR selbst!

Endlich oben auf dem Feldberg angekommen

Nach 1,5h (der Aufstieg wäre wohl viel schneller zu erklimmen gewesen) hatten wir es endlich geschafft und waren oben angekommen. Puuuhhh…mein Mann wollte dann mit der Großen noch den Turm „bezwingen“, doch dann wurde die Große herbe enttäuscht. Die Vorgaben und Beschränkungen, die einem Zutritt erlaubten und die Tatsache, dass der Eintritt bei 6€ (!) lag, beschloss mein Mann, dass es nicht auf den Turm hoch geht…wwwaaasss?

Wofür bin ich denn dann den ganzen Feldberg hoch gelaufen? Ihr seht ich bin wirklich keine Wandermaus. Ich habe wohl die Aussicht genossen oder sagen wir mal „zur Kenntnis genommen“. Wenn man aber dann immer noch im Hinterkopf hat, dass das Kind schlafen sollte, man aufpassen muss, wo sie hinlaufen und was sie tun. Tja, da geht dann auch mal bei mir der Blick fürs Wesentliche verloren – und ich werde grantig. Der Grant begann aber an dieser Stelle schon abzubauen. Ich hatte es geschafft – mit Kind auf dem Arm! Ich war oben auf der Spitze! Yeeahhh, wie geil war das denn bitte! Ich freute mich. 

Wer sagt das Abstiege einfach sind

Um es uns allen etwas leichter zu machen und schneller auf den Spielplatz und zum Vespern zu kommen, wollten wir den Abstieg mit der Gondel wagen. Ein Abenteuer für beide unserer Kinder und aufgrund von Corona wurden die Gondeln auch nur familienweise „ausgegeben“. Somit hätte es auch keinen „gestört“, wenn jemand Angst bekommen und geweint hätte. Dass die Kleine aber schon beim Anblick der Gondel „Mama, mag net Gonde…Anngst!“ ruft, hätte ich nicht erwartet. Also gut, dann nehmen wir eben noch den Abstieg in Angriff. Der sollte ja schneller zu schaffen sein (war nur als 1,5km ausgeschildert). Diesmal musste die Kleine aber in den Buggy, denn der Abstieg stellte sich als so steil heraus, dass ein Tragen nicht möglich war. Wenn ich gerutscht wäre, hätte ich mit einem Kind auf dem Arm keinen Halt kriegen können.

Also ertrugen wir die ersten 20-30min ein weinendes (und völlig übermüdetes) Kind und starteten den Abstieg. Der Blick ins Tal war traumhaft und die Große und ich liefen Hand in Hand, während mein Mann mit dem Buggy lief. Normalerweise macht uns auch hier die Kleine oft einen Strich durch die Rechnung uns sagt an, wer schieben muss. Aber da dieser Abstieg, den wir gewählt hatten, ABSOLUT NICHT kinderwagentauglich war/ ist, lehnte ich es kategorisch ab.

Es gibt durchaus andere Möglichkeiten den Abstieg zu wählen: den gleichen Weg zurück (no chance!), die Gondel (wollte die Kleine nicht) oder andere noch längere Wanderrouten (wollten die Kinder und ich nicht). Also blieb nur dieser Weg. Und so schön und abenteuerlich er auch ist, mit Buggy eben eine echte Herausforderung, da er so steil, steinig und teilweise auch stufig ist. Er liegt teilweise am Waldesrande und spendet somit Schatten. Für Kindern ein sehr schöner Abstieg, WENN sie alleine laufen und eben keine Gefährte mehr benötigen.  

Die Launen (der anderen)

Dieser Ausflug auf den Felderg beinhaltet wieder viele Launen! Ja ich finde sogar, dass die Schilderung unseres Ausflugs von einer Schwere erfüllt ist, dass man meinen könnte, unser Tag sei gelaufen gewesen. Dem ist aber nicht so. Jeder hatte mal schlechte Laune – war wütend, traurig, genervt oder einfach nur frustriert. Dennoch blicke ich auf diesen Ausflug als einen wundervollen Ausflug zurück und würde es wieder tun. Denn…

  • ich DARF als „nicht-begeisterte“ Wandermaus meine Komfortzone sprengen, denn nur weil ich kein begeisterter Anhänger davon bin, heißt es nicht, dass es keinen Spaß machen oder ungemein motivieren kann!
  • Ist es schön zu sehen, wie ALLE Launen und Gefühle ALLER Beteiligten, ihren Raum haben und gelebt sein (dürfen) – ohne dafür bewertet oder verurteilt zu werden!
  • Kann ich auch hier wieder ein wunderbares Vorbild sein, in dem ich immer authentisch bin, MICH mit all meinen Gefühlen zeige und auch mal ERKLÄRE, warum ich diese Gefühle habe bzw. mir ERLAUBE diese Gefühle zu haben!
  • Und zu guter Letzt, darf auch jeder mal in seinem eigenen Sumpf hängen und für SICH entscheiden, wann er aus diesem Sumpf aussteigen möchte – und so lange gilt eben: LET IT BE!

Fazit des Ausflugs zum Feldberg

Wir werden also definitiv nicht das letzte Mal da oben gewesen sein. Vielleicht wird es uns diesen Winter auch mal in den Schnee ziehen (obwohl ich lieber der Sonnen- als Schneemensch bin, möchte ich meiner Kinder nicht die Möglichkeit rauben, dass mal erleben zu dürfen). Und wer weiß: vielleicht entdecke ich auch für mich wieder die „kindliche“ Freude ohne Angst an Schnee. Denn wenn ich mal ehrlich bin, mag ich den Schnee deshalb nicht, weil ich ANGST HABE – im Schnee auszurutschen, beim Schlitten-Fahren zu stürzen oder von der Menschenmenge „überrannt“ zu werden! Ganz zu schweigen, dass ich die Kälte und diese dicken Klamotten einfach nicht mag! Ihr seht…hier DARF ich noch hinsehen, wenn ich möchte. Wieder mit mehr Freude dran gehen. Und wie aus einigen Beiträgen von mir mittlerweile bekannt, sind die Kinder die besten Lehrmeister dafür!

Hat dir meine Ausführung zum Feldberg im Sommer gefallen?

Dann würde ich mich sehr freuen, wenn du mir einen (netten) Kommentar hier, auf Facebook oder Instagram da lassen würdest. Vielleicht kommst du auch aus meiner Region und hast mir noch Tipps für Ausflugsziele, wo du denkst, es würde sich lohnen darüber zu schreiben. Immer her damit! Ich freue mich sehr über neue Vorschläge. Wenn du also keinen neuen Ausflugstipp verpassen willst, folge mir auf Instagram oder like „Mamafreuden“ auf Facebook.  Wenn du außerdem keinen Beitrag von mir verpassen willst, kannst du dich für meinem Newsletter anmelden (du wirst auch nur dann angeschrieben – keine Werbenewsletter!). Um weitere „kleinere Inputs“ von mir zu erhalten, trete gerne meiner Gruppe in Facebook bei „Mamafreuden – mit dem Herzen geht es leichter“. Dort hast du die Möglichkeiten dich mit anderen Lesern auszutauschen oder auch Fragen (an mich) zu stellen…! Ich würde mich freuen, von dir zu lesen!

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