Unser Leben mit dem Corona-Virus

Unser Leben mit dem Corona-Virus

Corona-… hier, Corona-… da! Überall liest man nichts anderes mehr. Ich hatte mir eigentlich für heute vorgenommen, einen neuen Beitrag hierzu reinzustellen, der allen beiträgt. Aber dann entschied ich mich, dass es mir gerade zu „anstrengend“ ist und ich einfach nur mal schreiben möchte, was mir in den Sinn kommt. Etwas völlig „geistloses“, wenn du so willst. 🙂

Ich hatte bereits Donnerstag angefangen hierfür an einem Text zu schreiben. Aber nachdem ich mir den Text nach 2 Tagen nochmal durchgelesen hatte, hatte er mir schon nicht mehr gefallen. Daher habe ich beschlossen, nun noch mal neu anzufangen.

Rückblick zum Anfang der Corona-Krise

Es sind nun glaube ich schon 3 Wochen, seit der Kindergarten für den „Otto-Normal-Verbraucher“ aufgrund des Corona-Virus geschlossen hat. Es fühlt sich wie eine Ewigkeit an, seit wir das letzte Mal einen regulären „Rhythmus“ hatten: aufstehen, frühstücken, Zähne putzen, anziehen und die Große in den Kindergarten bringen! Mittlerweile leben wir nur noch in den Tag hinein und genießen UNS. Wir machen, was uns gerade einfällt: basteln, malen, spielen, Fernsehen, backen…alles in einem enorm schnellen Tempo, da meine Große sich so gar nicht für Kreatives begeistern lässt. Das macht es für mich manchmal schwer, ruhig zu bleiben und nicht genervt zu sein. 

Unsere Wunder in der Corona-Zeit

Und obwohl es sich wie Ewigkeiten anfühlt, bin ich doch auch erstaunt. Erstaunt, dass…

  • die Zeit, seit wir zu Hause ohne (Gruppen-)Freizeitaktivitäten sind, so schnell ins Land gezogen sind.
  • wir uns noch nicht die Köpfe eingeschlagen haben (kommt nur ganz selten vor und ist gleich wieder vorbei)!
  • die Große es so gut annimmt und so selbstverständlich in diesen Alltag gefunden hat!
  • auch der Arbeitsalltag, Haushalten und Kinderbetreuung plötzlich als Familie zu schaffen ist (obwohl die Großeltern schon fehlen und es viel leichter ging als sie noch kommen durften!).

Ich genieße diese Corona-Zeit sehr. Aber ich muss gestehen, dass es mir schwer fällt, mir hier meine Auszeiten zu holen. Ich sollte sie mir einfach nehmen. Doch irgendwie fehlt mir hier auch die Muse, WAS ich machen könnte, um meine Auszeit zu bekommen. Irgendwie definiere ich es mit Freunde treffen, Essen gehen oder das Thermalbad aufsuchen. Aber da darf ich noch etwas mehr hinschauen. Und wieder mehr zu mir finden. Back to „ich bin mir genug“! Ihr seht, auch ich habe noch nicht ALLES erreicht und darf noch weiterwachsen.

Energie ist nicht gleich Energie

Es klappt sehr gut bei uns. Wir arrangieren uns mit dem, was wir haben. Ab und an knallt es dann mal. Das gute ist jedoch, dass wir darin nicht mehr stecken bleiben, sondern uns aussprechen, versöhnen und dann geht der Tag weiter wie bisher – ohne schwarze Wolke und miese Laune. Ein „Neustart“ oder das Anknüpfen an den Tag vor diesen „5 min“. Unser derzeitiger Corona-Alltag empfinde ich NICHT als anstrengend. Was ich manchmal anstrengend finde, sind diese inneren Kämpfe. Lass ich sie (meine Große) jetzt fernsehen, damit ich den Haushalt machen, kochen oder mal was für MICH machen kann. Oder nutze ich die Schlafzeit der Kleinen, um mit ihr zu spielen. Und wenn ich mich dann für letzteres entscheide, bin ich nach 15 min genervt, denn wir haben in dieser Zeit schon 3 Spiele begonnen, 2 Bilder angefangen zu malen und mit Basteln begonnen. Aber nichts begeistert sie so richtig. Und das stresst mich dann doch etwas.

Ich bin auch lange nicht so erschöpft wie ich es an den Abenden war, wo wir noch zu dritt und die Große gerade ein paar Monate alt waren. Und dennoch merke ich, dass mir das Schreiben oder Arbeiten abends oft schwerfällt. Ich will einfach NICHTS tun, Fernsehen und abhängen. Paradoxerweise wird es dann aber trotzdem immer 23Uhr oder später bis ich ins Bett komme. Komisch, oder? Keine Energie, um abends noch was zu rocken, aber doch noch so viel Energie, um nicht müde und erschöpft ins Bett zu fallen.  Vermutlich kennt das KEINER außer ich. 😉

Meine Abschlussworte zur Corona-Zeit

Ich würde diese intensive und schöne Zeit nicht missen und um nichts in der Welt eintauschen wollen. Ich nutze sie, um mich selbst wieder zu finden, mich zu „entschleunigen“ und die Abende wirklich zu genießen. Zudem kann ich in dieser Zeit noch so viel lernen und für diese Herausforderung und Aufgabe bin ich mehr als dankbar. Es stärkt unsere Familie und zeigt immer wieder aufs Neue, dass es IRGENDWIE immer weiter geht. Man denkt oft, man könnte alles nicht unter den Hut bringen, wenn man nicht Unterstützung von „außen“ bekommt, aber der Corona-Ernstfall beweist, dass es GEHT.

Ich wünsche euch einen wunderschönen Abend (und werde heute mal auf den „Rest“ verzichten – keine Werbung für meine Gruppe, den Newsletter oder das Bitten um Kommentare). 😉

Einfach nur gute Nacht, alles Liebe und bleibt gesund!

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