Was der „Seelentrip“ nach Wien mich nun fühlen lässt

Was der „Seelentrip“ nach Wien mich nun fühlen lässt

Ich sitze im Flieger. Mein „Seelentrip“ nach Wien ist nun zu Ende. Es ist dunkel draußen. Ich bin müde, erschöpft und völlig ausgelaugt. Die Lüftung oberhalb meines Sitzes habe ich voll aufgedreht, denn mir ist warm – so unsagbar warm. Ist das die tiefe Liebe, die mich von innen so wärmt? Ich schließe meine Augen und frage mich: was ist da die letzten 3 Tage passiert? Ich kann es immer noch nicht fassen, nicht in Worten beschreiben. Aber ich fühle – ich fühle so viel! Liebe, Schmerz, tiefe Verbundenheit, Glück, Freude. Den Gefühlen nach müsste mein Herz so groß wie 70 Fußballfelder sein und kein so kleines Organ, dass doch so wichtig ist und MICH am Leben hält.

Der Ruf des Herzens & mein Weg dahin

Einmal Gefühlschaos und Achterbahn der Gefühle zum mitnehmen bitte

Unser „Seelentrip“, besser die Location dazu war am Prater Stern – wie passend, konnten wir dort unseren Gefühlen mit Achterbahnen und Komfortzonen-Sprengung noch stärker Ausdruck verleihen.

Ich habe nun auch verstehen dürfen, dass es nicht nur das Herz ist, welches in meiner Brust schlägt und auch nicht das Blut ist, welches durch meine Adern fließt, was mich am Leben hält. Es ist auch meine Einstellung zum Leben, die ich in den letzten 9 Monaten grundlegend überdenken und neu erfinden durfte! Weil ich mich darauf eingelassen habe. Schutzmauern wurden zerschlagen. Wie ein Seelenstriptease stand ich vor diesen Frauen – hab mich „blank“ gezogen und völlig verletzlich gezeigt. Und ich begreife noch immer nicht, was da in Wien die letzten Tage passiert ist.

… Die Lüftung bläst weiter unaufhörlich frische Luft auf meinem Kopf herunter. Plötzlich habe ich das Gefühl völlig alleine zu sein. Alles was, ich eben noch wahrnahm, blende ich aus. Das Baby, das 3 Reihen vor mir immer wieder weint; der Mann, der neben mir sitzt und in seine Lektüre vertieft ist. Alles ist weg. Da ist nur das Geräusch und die wohltuende Brise, die die Lüftung versprüht  – und ich.

Mein Herz springt vor Freude und wieder lasse ich die Erkenntnisse, die ich während diesem „Seelentrip“ hatte, aufleben. Es fühlt sich so unsagbar toll, leicht an. Ich habe eine große Bürde, eine Opferhaltung des immer missverstanden Schülers, der in der Ecke saß und nicht zu den Coolen gehört hat, hinter mir lassen können. Zumindest ein großer Teil davon. Ich bin jetzt kein Opfer mehr – ich nehme mein Leben jetzt selbst in die Hand.

Und die Ideen und Impulse sprühen nur so. Ich werde mir zu Hause erst mal ein bisschen Zeit für mich kreieren, damit ich alles „sacken“ lassen und priorisieren kann, was ich wann als nächstes mache! 

Ich nehme einen „Seelentrip“ mit Sahne(-häubchen) zum Mitnehmen bitte: 30 neuen Freundinnen

Nicht nur die Erkenntnisse flashen mich. Im Leben hätte ich es nicht für möglich gehalten, dass ich Frauen, die ich in „reallife“ noch nie gesehen habe (die meisten zumindest noch nie), nach nur 3 Tagen als meine Freundinnen bezeichnen würde. Auf einen Schlag (wie das tapfere Schneiderlein) 30 wunderbare mit mir tief verbundene Freundinnen. Gut, ich weiß beim tapferen Schneiderlein waren es nur 7 Fliegen; aber i30 Freundinnen nach 3 Tagen und einen „Seelentrip“ – auch nicht zu verachten tapferes Schneiderlein (naja, ihr wisst ja, wie ich es meine…)!

Was ist Einzigartigkeit?

Ich entschloss mich zu diesem „Seelentrip“ und wusste bis dato nicht, was mich einzigartig macht. Ich stellte mir eher die Frage: gibt es etwas, was einen Menschen einzigartig macht? Ich war der Meinung, dass es nichts Einzigartiges an mir gibt, aber so viele kleine Dinge, die mich ausmachen…ist das das Gleiche? Wohl kaum. Weiß ich nun, was mich einzigartig macht?

Ich sehe noch immer nicht diese EINZIGARTIGKEIT in meiner Person, aber ich weiß jetzt, dank dieser tollen Frauen, dass ich 

  • FÜHLE und dann einfach drauf los schreiben, die Worte zu Texten verwandeln und mit denen ich die Menschen verzaubern und berühren kann
  • die Impulse, die das Universum schickt, wahr- und annehmen kann
  • mit Freude diesen Impulsen nachgehe und das Leben so wieder viel mehr genießen und lieben kann
  • vor Weiblichkeit und Schönheit sprühe (an letzterem arbeite ich noch immer die restlichen Zweifel zu verbannen)
  • witzig, liebenswert und eine Powerfrau bin (hier hatte ich lange die Ansicht der „grauen Maus“ oder der „Big Mama“)
  • mich in allen Facetten, unzensiert und völlig frei auch meinen Freunden in reallife zeigen kann (denn ich bin auch so immer noch ein liebenswerter Mensch und der Gedanke, dass diese mich „so“ nicht mögen können, einfach loslassen darf)
  • eine WUNDERVOLLE Mama bin

Wie ist man eine wundervolle Mama?

Und hätte man mich vor einigen Monaten noch gefragt, so hätte ich gesagt, dass diese immer verständnisvoll, einfühlsam und viel Zeit mit den Kindern verbringen muss. Mit ihnen Spielen, Backen und Basteln muss. Das sie nie laut werden oder gar ausrasten darf. Sie immer hintenanstehen und das Wohl ihrer Kinder in Vordergrund stellen muss. Aber das fühlt sich alles so schwer an – spürst du die Schwere hinter diesen Sätzen?

Jetzt weiß ich es besser. Ich habe die Klarheit schon vorher gespürt, aber bei meinem „Seelentrip“ war es so sichtbar bunt und leuchtend wie der Prater Stern bei Nacht: Wenn ich als Mutter gut zu mir bin, kann ich auch eine gute Mutter sein. Ich darf mich an erste Stelle stellen, meine Kinder auch mal alleine spielen schicken oder auch mal laut werden, wenn mir etwas richtig gegen den Strich geht.

So lange ich bei MIR bin und danach handle, weil es mir vielleicht gerade nicht guttut oder ICH das nicht gut finde. Maßregle ich jedoch mein Kind, weil die Gesellschaft, dies von mir verlangt und MICH stört das vielleicht gar nicht so arg, dann sollte ich mich IMMER für MEINE Wahrnehmung entscheiden. Mr. Knigge hat hier nichts zu melden und darf in Ruhestand gehen bei mir. Und dann wird es leicht!

Zurück zum Ruf meines Herzens & dem Weg dahin

Das habe ich nicht alles an einem Wochenende erkannt und gelernt. Es war ein Prozess über 9 Monate, aber in diesem Event letztes Wochenende wurde auch all das erfasst und aufgenommen. Jede Frau hat mit ihrer Geschichte dazu beigetragen, dass ich dies nun so zusammenfassend sagen kann! Und das ich noch überzeugter als je zuvor dahinterstehen kann. Diese ganzen Erkenntnisse über die Monate kamen wie geballte Power nochmal zusammen. Und es arbeitet nach. Darum bin ich so müde und möchte es Dornröschen gleichtun und erstmal 100 Jahre schlafen.

Meine Gedanken ziehen mich schon wieder zurück zu den „Geschehnissen“ der letzten Tage. In diesem Raum wurde so viel gelacht, getanzt, gesungen und ja – auch geweint. Tränen der Befreiung, der Erleichterung, der Erkenntnisse. Tränen, die den Schmerz aus vergangenen Tagen/Jahren an die Oberflächen gebracht haben und die endlich „gelebt“ werden durften. Tränen des Glücks, weil es einfach nicht begreifbar war, welche Wunder sich auftaten und wie so viele wunderbare Frauen so tief miteinander verbunden waren von der ersten Sekunde an – ohne Bewertungen, Verurteilungen oder Zickereien. Ist das zu glauben? 30 Frauen und nicht eine, die wieder eine andere anzickt?? Ja, auch das gibt es. 

Mein „Seelentrip“ ist zu Ende – die Gefühlswelt steht weiterhin Kopf

…Wir befinden uns bereits im Landeanflug und ich merke wie ich es kaum erwarten kann, meinen Mann endlich wieder in die Arme zu schließen. Wie ein Teenager vor seinem ersten Date kribbelt es bei mir und ich möchte einfach nur nach Hause. Und dann ist er da: der Moment, an dem ich meinen Mann wieder in den Arm schließen kann. Ich war nur 3 Tage weg. Es fühlt sich jedoch an als hätte ich sämtliche schützenden Mauern, die ich so lange hochgezogen habe, weggesprengt. Mauern, weil ICH mich selbst nicht mochte und das auf ihn projiziert hatte. Als hätten wir die letzten Monate seit der Geburt unserer 2. Tochter im Autopiloten nebeneinander her gelebt. 

Ja, das Wochenende in Wien hat mir neue Freundinnen geschenkt, mich um viele Erkenntnisse bereichert und mein Leben so viel leichter gemacht, konnte ich doch so viele „alte und hässliche“ Muster in Wien zurücklassen. Ich bin so voller Liebe und mir ist immer noch so kribbelig warm, wenn ich denke, was ich MIR Gutes mit Wien getan habe. Nichts kann mich aus der Bahn werfen und ich gehe voller Leichtigkeit in den Alltag.

Der „Seelentrip“ wirkt nach – ich schwebe noch immer

Es ist ein weiterer Tag vergangen seit mein „Seelentrip“ beendet ist. Ich bin mit den Kindern alleine, denn mein Mann ist auf Geschäftsreise – fliegender Wechsel sozusagen. Und es fühlt sich SOOO gut an. Habe ich nun gleich ein paar Tage mit meinen beiden Mädels alleine zu Hause. Ich sitze im Bett und schreibe weiter, wo ich gestern aufgehört habe (ich gebe zu – geschrieben habe ich heute alles, aber mein Verstand – danke, das du da bist! – hat bereits gestern schon den Großteil im Kopf geschrieben gehabt!) Auf der rechten Seite schläft meine kleine Maus friedlich in ihrem Bett. Links davon liegt „die Große“, wo sonst mein Mann liegen würde. 

Es ist gerade mal 21.50Uhr (was?? Schon wieder so spät…). Ich hab schon eine Runde mit den Mädels vorgeschlafen und während ich meinem Zwang folge, weiter zu schreiben, um euch lieben Frauen da draußen, vor allem den „Wien-Frauen“ diese Zeilen zukommen zu lassen, bin ich so arg müde. Aber dieses Kribbeln im Bauch, diese wohlige Wärme in mir und die Tränen, die gerade schon wieder fließen, wollen JETZT raus. Ich kann gar nicht anders als diese Müdigkeit hintenanzustellen und dieses hier noch zu Ende zu schreiben.

In jedem Ende liegt ein Anfang inne

Und auch wenn dieser Artikel nun zu Ende ist, so ist die Achterbahn der Gefühle, die ich immer noch nach diesem hammer Wochenende durchlebe, nicht zu Ende. Noch lange nicht. Hier arbeitet noch so viel nach. Aber ich werde nachher gleich schlafen gehen; die nächsten beiden Tage mit meinen Kindern genießen (und die „kinderfreie“ Zeit, die ich mir für morgen kreiert habe, nutzen um das Chaos zu beseitigen, dass mein Mann nun mit 2 Kindern alleine auch nicht geschafft hat zu beseitigen – welch Bestätigung, dass auch er scheitern darf und nicht perfekt sein muss)!

Alles kann, kein Muss! Und was, wenn auch daran nichts falsch ist, dass wir am Wochenende Rollentausch hatten und wir alle, die ganze Familie, daran so unglaublich wachsen durften??!!! Und ich werde dies weiter mit in meinen Alltag ziehen und für alle Frauen da draußen, die noch immer an diesem Weg, meinem Weg, zweifeln: schickt euren Verstand auf einen Kaffee und traut euch, hineinzu“schnuppern“, was alles möglich ist, wenn man Mr. Knigge zum Teufel jagt, wenn es sich für mich in dem Moment nicht richtig anfühlt nach ihm zu handeln!

Ich darf es mir LEICHT machen und ich, ja auch du – wo gerade diese Zeilen liest, bist wundervoll genau wie du bist! Egal, wie du dich entscheidest: es gibt kein Richtig oder Falsch. So lange du immer bei DIR bist und mit deinem Herzen sprichst und danach handelst ist alles gut!

Und jetzt noch ein bisschen Kaffeefahrt-Charakter und Seelenbalsam für mich

Wenn du dich von mir oder meiner Art und Weise, wie ich schreibe, angezogen fühlst, dann meld dich doch gerne für meinen Newsletter an und mache dich so für mich sichtbar. Denn auch wenn ich begriffen habe, dass ich toll schreiben und Menschen damit berühren kann, würde ich mich sehr freuen, wenn ich diese Bestätigung „sichtbar“ machen und dir künftig meine Beiträge ankündigen darf!

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6 Gedanken zu „Was der „Seelentrip“ nach Wien mich nun fühlen lässt

  1. Wow, Du hast mich so mitgenommen, habe Deine Berührung und Beseelung so gespürt, dass selbst mir das Herz noch weiter wurde. Du hast einen sehr schönen Schreibstil und es machte mir viel Spaß, Deine Erfahrungs- Geschichte zu lesen. 💖🙏🏻 Ich bin gespannt auf Deine nächsten Zeilen … und weißt Du was ( das kommt gerade intuitiv)

    Du hast die Gabe mit Wort und Schrift, die Herzen so zu berühren, dass Menschen genau in dem Moment der Berührung, beginnen, sich für ihre eigene Heilung zu öffnen 🙌🏻💖🙌🏻
    Wow… Gänsehaut

    1. Wow liebe Wera, du verpasst mir gerade eine Gänsehaut und Tränen drücken sich an die Oberfläche! Wenn ich ehrlich bin, bin ich total egoistisch, denn diese Texte kommen aus meiner Seele. Also eigentlich heile ich mich dabei. Und solche Worte unterstützen diesen Heilungsprozess. Vielen lieben Dank dir!

  2. Unglaublich, was möglich wird und sich zeigt, wenn Frauen in ihre wahre Größe kommen! Daniela ich feiere mit dir all das, was du erreichen und erkennen durftest und wie wundervoll Du vermagst, dies in Worte zu fassen und mit der Welt zu teilen ❤️ Zum Thema Einzigartigkeit möchte ich dir gerne sagen: DU bist EINZIGARTIG, weil du nur 1 Mal auf der Welt bist!!! Ich wünsche dir, dass du deine Einzigartigkeit annehmen lernst und ich werde dich, wenn du magst auch gern dabei begleiten 😍 Du bist einfach wundervoll ❤️

  3. Liebe Daniela! Es ist ein Geschenk für uns alle, die deine Beiträge lesen, wie du deine Gefühle zu „Papier“ bringen kannst. DU bist ein Geschenk!! Ich bin so froh, dieses Wochenende miterlebt zu haben. Und ich bin sicher, wir treffen uns ganz bald wieder. 😍

    1. Wow, danke liebe Ingrid! Es ist einfach Wahnsinn, wenn ich eure Kommentare lese, frage ich mich, ob hier die Rede tatsächlich von MIR ist! Vielen Dank bei der Unterstützung darin zu erkennen wie einzigartig ich bin. Danke, danke, danke

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