Den Körper verstehen lernen – meine Reise dahin! (Teil 1)

Den Körper verstehen lernen – meine Reise dahin! (Teil 1)

Heute ist mir erst richtig BEWUSST geworden, wie sehr ich mittlerweile im Einklang mit meinem Körper bin und auch schon vor Jahren damit angefangen habe zu sein. Letzteres natürlich völlig unbewusst. Und dennoch scheine ich schon früher instinktiv gemerkt zu haben, was für ein heiliges Gut mein Körper doch ist. Und dafür bin ich ihm dankbar – mehr denn je!

In der Pubertät – man nimmt, was einem für den Körper empfohlen wird

Angefangen hatte dies nach der Pubertät, als ich meinen jetzigen Mann gerade kennengelernt hatte. Ich entschied mit der Pille zu verhüten und so kam es, dass ich diese – ohne darüber nachzudenken, über ein Jahrzehnt lang hinweg nahm. Plötzlich bekam ich Herzrasen und … eine neue Pille musste her. Nachdem aber auch verschiedene Präparate nicht den gewünschten Erfolg erzielten, begann ich zu grübeln!

Könnte es sein, dass die Pille nicht gut für meinen Körper ist? Will mir mein Körper etwas damit sagen, dass er „plötzlich“ auf die Pille anschlägt? Und was könnte ich anders machen, wenn ich nun keine Pillen mehr vertrage? Wie MÖCHTE ich, dass es weitergeht? Ich bekam eine völlige neue Wahrnehmung meinem Körper gegenüber und fing an über weitere Möglichkeiten zu recherchieren.

Hochzeit & Familienplanung – was kann ich tun?

In der Zwischenzeit war auch klar, dass wir bald heiraten und Kinder kriegen würden wollen. Also entschloss ich mich auf sämtliche hormonelle Verhütungsmittel zu verzichten und stattdessen meinen Körper und seine Signale eingehend zu studieren. Um dieses Körpergefühl zu entwickeln, kaufte ich mir ein Buch bzw. eine Bücherreihe zum Thema. Der Grundstein, um in Einklang mit meinem Körper zu kommen, war gelegt!

Dieses Buch (von …) half mir in kürzester Zeit die Signale meines Körpers zu deuten, wobei natürlich nach all den Jahren, in denen ich die Pille eingenommen hatte, an einen regelmäßigen Zyklus nicht zu denken war. Dennoch: ich ließ mich nicht mehr beirren und vertraute darauf, dass mein Körper und ich unsere „Mitte“ wiederfinden würden.

Tatsächlich ging es sehr lange, bis ich einen regelmäßigen Zyklus bekam. Auch nach der Hochzeit hatte sich noch keine Regelmäßigkeit eingestellt. Wie sollte ich also schwanger werden, mit einem unregelmäßigen Zyklus? Eine leise Angst beschlich mich, dass es sehr schwer bis gar nicht klappen könnte. Mit jedem Monat verstrich, wurde ich ungeduldiger und befürchtete das Schlimmste.

Endlich schwanger – der Wunder“maker“ Körper

Und doch: nur 6 Monate nach der Hochzeit wurde ich schwanger! Diese Zeit war so aufregend und dennoch vergaß ich in dieser Zeit, wertzuschätzen und zu vergegenwärtigen, WAS mein Körper alles leistete. Die Schwangerschaft an sich, die Gewichtszunahme, das Heranwachsen eines Kindes, die hormonelle Veränderung usw. Ich war unzufrieden (mit meinem Aussehen, dem Sodbrennen, der Müdigkeit…) statt dankbar zu sein für dieses Geschenk.

Auch die Geburt verlief wunderbar, wenngleich sie sehr lang und kräftezehrend war. Erst heute weiß ich, was mein Körper in diesen langen Stunden tatsächlich MEISTERTE. Ganz zu schweigen davon, das ich sehr dankbar dafür bin, dass ich auf natürlichem Wege entbinden sowie auch stillen konnte. Keine Selbstverständlichkeit, auch wenn wir es gerne als solche ansehen.

Der Versuch Misstrauen zu säen

Ich stillte gerne und genoss diese exklusive Baby-Zeit, auch wenn die Periode weiterhin ausblieb. Als meine Kleine dann 11 Monate war, setzte mir der Frauenarzt die „Pistole“ auf die Brust. Ich solle ab sofort nur noch einmal täglich stillen (hatten uns bereits auf 2x pro Tag reduziert), damit die Hormone, die Periode nicht weiter ausbremse. Dies sei enorm wichtig für den Körper.

Mittlerweile weiß ich, dass darüber jeder Arzt unterschiedlich denkt, doch ich hörte auf ihn. Wie durch ein „Wunder“ forderte meine Tochter nach diesem Arztgespräch die Brust nie wieder ein. Zu diesem Zeitpunkt war ich sehr dankbar darüber, denn alles andere hätte ich nicht übers Herz gebracht. Heute jedoch würde ich mir wünschen, selbstbestimmter entschieden und den Zeitpunkt des Abstillens selbst gewählt zu haben.

Das jähe Ende meiner 2. Schwangerschaft

Auf der Reise zu mehr Körpergefühl, Selbstliebe und Akzeptanz, wurde mir die nächste große Herausforderung gestellt. Das war 2,5 Jahre nach der Geburt meiner Ersten. Ich hagerte noch immer mit dem „Babyspeck“ und wollte den „perfekten“ Zeitpunkt für die zweite Schwangerschaft abwarten. Aufgrund des noch immer unregelmäßigen Zyklus, erfuhr ich dann vom Frauenarzt, dass mit „mir“ alles in Ordnung und ich bereits schwanger sei!

BÄÄHHHM…so war das nicht geplant! Die Vorfreude wurde durch zu viel „Verstand“ gebremst. Nachdem wir diesen jedoch auf einen Kaffee schickten, freuten wir uns sehr auf unser 2. Wunder. Doch es sollte nicht sein – ich erlitt in der 6. Schwangerschaftswoche eine Fehlgeburt. Warum passierte das ausgerechnet MIR und was hatte ich falsche gemacht, dass es soweit kommen musste (mehr dazu hier)? 

Ich bestand damals auf einen natürlichen Abgang. Dieser war zwar sehr schmerzvoll (physische wie psychisch), doch ich denk es war wichtig für den Trauerprozess. Was diese Fehlgeburt für meinen Körper bedeutete, konnte ich in dieser Zeit nicht erfassen. Zu groß waren der Schmerz und die Trauer. Doch heute kann ich nur sagen: Chapeau Körper! Was DU da geleistet hast – Wahnsinn!

„Stehaufmännchen“ namens Körper

Das töte Embryo gebären, den Hormonhaushalt wieder „normalisieren“ und auf Betriebsmodus „nicht (mehr) schwanger“ schwanger schalten waren wohl die größte Aufgabe für den Körper nach der Fehlgeburt. Ganz zu schweigen, dass ich noch immer die Periode nicht regelmäßig bekam. Irgendwie war mein Körper noch völlig durcheinander. Wir waren einfach nicht im Einklang miteinander!

Und dennoch bewies das „Stehaufmännchen“, Stärke, denn nach 6 Monaten wurde ich wieder schwanger. Ich hatte diesmal, wie auch beim 1. Mal eine relativ reibungslose Schwangerschaft. Ich musste jedoch ab dem 5. Monat BEWUSSTer auf „uns“ achtgeben, da ich immer wieder Schmerzen im Beckenbereich hatte. Heute weiß ich, dass mein Körper mich rechtzeitig warnen wollte und mir deshalb diese Signale sendete.

9 Monate später brachte ich meine 2. Tochter gesund zur Welt! Ich wurde wieder von Emotionen überhäuft und hatte im Gegensatz zum letzten Mal, eine sehr schnelle Geburt. Auch die Periode blieb erneut aus, bis ich weitere 9 Monate später auf FREIWILLIGE Basis, abstillte. Kurz darauf bekam ich aber schon bald meine Periode – viel schneller, als beim ersten Mal.

DIE Erkenntnis – mein Körper ist meine beste Freundin

Kurz nach der Geburt, stieß ich auf die Coach*in, die mein Leben veränderte, als ich dazu bereit war (erfahre hier mehr). Durch sie konnte ich endlich WAHRNEHMEN und BEWUSST SEHEN, was dieser Körper, meine beste Freundin alles für mich leistete und noch immer jeden Tag aufs Neue leistet. Was sich seitdem bei „uns“ verändert hat und wie wir es geschafft haben, so in Einklang zu sein, verrate ich beim nächsten Mal. Wenn du den Beitrag um nichts verpassen möchtest, dann lade ich dich ein, dich für meinen Newsletter einzutragen, meine Facebook-Seite zu abonnieren, meiner Gruppe „Mamfreuden – mit dem Herzen geht es leichter“ beizutreten oder mir auf Instagram zu folgen.

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