Rückblicke anlässlich des 2. Geburtstags meiner Jüngsten

Rückblicke anlässlich des 2. Geburtstags meiner Jüngsten

Rückblicke sind, wie ich finde etwas sehr schönes: letzten Freitag durften wir den 2. Geburtstag meiner jüngsten Tochter feiern. Ich kann es noch immer nicht glauben. Wo ist die Zeit nur geblieben? Ich kann mich noch so gut daran erinnern, als ich sie auf der Welt empfangen und mir auf den Bauch legen durfte. Wie sie mich ansah…ein inniger Moment, der mich vor Liebe und Glück fast platzen ließ.

Im Vergleich zur Geburt meiner ersten Tochter, war diese Geburt eine Traumgeburt. Völlig spontan relativ schnell (10h zu 28h bei meiner ersten) und auf natürlichem Wege – UND fast ohne Geburtsverletzungen! Ich kann mich jedoch nicht beschweren. Auch bei der ersten Geburt hatte ich geringfügige Geburtsverletzungen und das Glück, sie natürlich zu entbinden. Das ist mehr, als andere sagen können.

Gedanke und Zweifel VOR der Schwangerschaft

Schon immer wusste ich, dass ich 2 Kinder haben wollte. Ich selbst bin als Zwilling mit einer Schwester aufgewachsen, die immer da war… zum Spielen, Schubsen, Streiten und Lieb haben! Daher undenkbar für mich ein Kind alleine groß werden zu lassen – das ist aber wie gesagt meine persönliche Einstellung. Mein Mann als Einzelkind würde dies so nicht unterschreiben. J

Lange bevor wir „bereit“ waren für ein weiteres Kind, konnte ich mir jedoch nicht vorstellen, dass ich dieses zweite absolute Wunschkind einfach SO lieben könnte, wie ich meine Große liebe. Ich konnte mir aber auch nicht vorstellen, diese Liebe „aufzuteilen“, damit ich beide gleich lieben könnte. Schnell beschlich mich der Gedanke, ob es dann überhaupt FAIR wäre, ein zweites Kind zu bekommen…

Rückblickend war für mich dennoch klar, dass ich dieses zweite Kind bekommen möchte. Ich war mir sicher, dass sich diese Zweifel legen und sich alles fügen würde. Vermutlich gibt es einige, die mit diesen Gedanken erstmal konfrontiert und unsicher sind. Also entschieden wir uns gemeinsam für ein weiteres Kind, nachdem unsere Tochter 2 Jahre alt werden würde.

Ängstliche Rückblicke oder endlich schwanger!

Als wir erfuhren, dass wir mit der Kleinen schwanger sind, freuten wir uns riesig. Wir hatten nur 6 Monate vorher eine Fehlgeburt und waren daher sehr dankbar, als wir gesagt bekamen, dass wir wieder „in freudiger Erwartung“ sind. Es half uns maßgeblich dabei, die Fehlgeburt nach der Trauerarbeit abzuschließen und nach vorne zu blicken – mit dem Wissen eines Engels im Himmel.

Dennoch: jede Frau die ebenfalls solch schmerzhafte Rückblicke einer Fehlgeburt kennt, weiß, welche Ängste und Sorgen einen in der neuen Schwangerschaft begleiten. Man kann sie nicht abschütteln, aber verrückt machen sollte man sich auch nicht. Ich entschied mich daher, positiv zu bleiben und darauf zu vertrauen, dass diesmal alles gut gehen würde. Und so kam es ja dann auch.

Der Verlauf der Schwangerschaft

Ich hatte während dieser Schwangerschaft, wie auch schon davor, keine Übelkeit. Auch sonst wurde ich von größere Komplikationen verschont. Lediglich mein Körper signalisierte mir durch einen stärkeren Druck in der Beckengegend ab dem 5.Monat, dass ich langsamer machen sollte. Daher, und aufgrund der vorherigen Fehlgeburt, tat ich wie geheißen und ruhte mich öfters aus und beschränkte meine Hobbys auf das Nötigste.

Rückblicke sind schön – aber zurück zum Hier und jetzt

So traurig und wundervoll diese Rückblicke sind: sie zaubern mir ein Lächeln ins Gesicht und erfüllen mich mit tiefster Dankbarkeit und Glück. Alles, wie es kam, passierte aus gutem Grund und haben uns (über uns hinaus) wachsen lassen. Hätte ich heute mein Sternenkind bei mir (so schön dieser Gedanke auch ist), weiß ich, dass wir vergangenen Freitag keinen Geburtstag gefeiert hätten.

Die Liebe zu meinen Kindern

Meine anfänglichen Zweifel haben sich in Luft aufgelöst. Wenn ich an meine Kinder denke, wird es mir warm ums Herz, ich strahle und könnte weinen vor Freude, Glück, Liebe und Dankbarkeit. Sie sind mit das Wichtigste in meinem Leben und ich möchte sie nicht missen. Aber auch bei uns gibt es Tage, an denen ich sie trotzdem auf den Mond schießen möchte.

Ich kann aber sagen, ich liebe sie beide abgöttisch – aber eben anders. Das soll nicht heißen, dass ich die eine mehr oder weniger liebe, als die andere. Ich liebe sie eben auf ganz eigene Weise. Dies in Worte zu fassen, ist echt schwierig, denn es soll wie gesagt, nicht den Eindruck erwecken, dass ich mit zweierlei Maß messe. 

Ich liebe sie für ihre offene Art auf Menschen zuzugehen, für sich einzugestehen (und das auch lautstark) und das tun zu wollen, was SIE möchte (sehr großes Reibungspotenzial). Sie ist neugierig und dennoch vorsichtig und überrascht mich immer wieder –weil sie plötzlich etwas erzählt, dass ich schon vergessen hatte oder in ihren Handlungen, ihrem Sprechen oder Sein.

Die Kleine hat es faustdick hinter den Ohren. Mit ihren 2 Jahren haut sie Sprüche raus und bringt so viel Freude in unser aller Leben. Sie ist sehr skeptisch, doch, wenn sie über diesen Punkt hinweg ist, ist sie nicht zu bremsen und von Liebe erfüllt. Sie ist aber auch stur: wenn sie nicht will, gefriert eher die Erde ein.

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