Die Zweifel einer Mutter – du bist nicht allein

Die Zweifel einer Mutter – du bist nicht allein

Ich war schon immer ein sehr selbstkritischer Mensch, der von Zweifel angetrieben wurde. Seit ich Mutter bin hat sich dies verstärkt. Ich zweifle mehr denn je, an meinem Handeln – gerade im Umgang mit meinen Kindern. Doch irgendwann hatte ich genug: ich wollte mich nicht mehr von Zweifel „zerfressen“ lassen. Stattdessen wollte ich MIR mit mehr Liebe, Respekt und Vertrauen begegnen. Doch auch heute noch, nachdem ich genau das geschafft habe, gibt es immer wieder Momente, Situationen oder auch Menschen, die mich in alte Muster fallen und wieder zweifeln lassen.

Kennst du das auch?

  • Hätte ich früher damit anfangen sollen, meinem Kind das Schlafen beizubringen, damit ich nicht jede Nacht dazuliegen müsste?
  • Was habe ich falsch gemacht, wenn mein Kind kein guter Esser ist oder nicht alles isst, was ich koche (gerade bei Gemüse)?
  • Wäre mein Kind weiter in der Entwicklung, wenn ich es mehr gefördert/ mit gespielt hätte statt den Haushalt zu machen/zu kochen?
  • Warum ist mein Kind mit 2 Jahren noch nicht trocken oder nimmt noch den Schnuller, wenn alle anderen Kinder das schon können?
  • Ist es wichtig, dass ich IMMER dafür einstehe, was „vermeintlich“ das Richtige für mein Kind wäre ohne vorher es besprochen zu haben?
  • Sollte ich strenger mit meinem Kind sein, damit es später im Leben besser „zurechtkommt“, wenn es auf Ablehnung, Kritik oder Widerstand stößt?
  • Muss mein Kind sich für Dinge interessieren/ begeistern, die ihrem Alter entsprechen und wenn nicht, was hab ICH falsch gemacht?
  • Stimmt mit meinem Kind etwas nicht oder habe ICH versagt, wenn mein Kind sich anders verhält als es erwartet wird?
  • Wie soll ich damit umgehen, wenn mein Kind keine Lust oder Angst zu versagen hat und was sagt das über MICH aus?

Ich kenne ALLE diese Zweifel gut

Wie gesagt, noch heute kommen sie auf – aber in weit abgeschwächter Form als früher. Denn ich habe einen Weg für MICH gefunden; der für mich stimmig ist und durch den ich eine tolle Bindung zu meinem Kind habe. Gemeinsam bewältigen wir diese Situationen, die Zweifel aufbringen und viel schneller schaffen wir es dadurch wieder in das VERTRAUEN zu kommen. Unseren Weg zu gehen, ab von jeder Bewertung oder dem, was die Gesellschaft erwartet oder erwarten würde.

Einige dieser oben genannten Zweifel habe ich bereits in mehreren Blogbeiträgen thematisiert, sodass es für den ein oder anderen nicht neu erscheint, wovon ich heute berichte. Wer jedoch neu hinzugestoßen ist, der kann sich gerne hier einen Überblick über sämtliche Blogbeiträge verschaffen und nach Kategorien suchen. Ich möchte heute noch mal auf diese immer wiederkehrenden Zweifel eingehen und wie ich es dennoch immer wieder zu MIR finde und nach meinem Bauchgefühl entscheide – nicht nach Normen oder Regeln. Einfach frei aus dem Bauch heraus. Ganz intuitiv. Und immer in Verbindung mit betreffendem Kind.

Wie gehe ich mit Zweifel um?

An dieser Stelle könnte ich nun eine kleine Anleitung darüber schreiben, wie man mit Zweifel umgehen kann und wie man sie letzten Endes los wird. Doch jeder Mensch ist verschieden, daher werde ich genau das nicht tun. Ich werde euch jedoch ein paar Impulse geben und Beispiele nennen, wie ich mich wieder auf MICH und meine Intuition fokussiere. Das wichtigste ist, dass du auf DICH hörst. Welcher dieser Impulse spricht dich an; welcher lässt bei dir die Nackenhaare zu Berge stehen…und wiederum ein anderer lässt dich vielleicht die Dinge mit anderen Augen sehen. So oder so – ein kleiner Rat für die folgenden Impulse: Mauern runter, lass sie sacken und entscheide dann, ob sich dieser Impuls gut anfühlt. 

Nimm die Zweifel an und spüre in sie hinein!

Sobald dir bewusst wird, dass du gerade in einem Zweifel „feststeckst“. Gratulation! Nicht viele schaffen in erster Linie sich dessen bewusst zu werden und dieses Gefühl ANZUNEHMEN. Meist ist es ein Gefühl, dass man verdrängen und am besten gleich wieder weg machen möchte. Aber Gefühle wollen gelebt werden und sie dürfen es auch – ALLE! Lass den Zweifel stehen. Heiße ihn willkommen. Du musst nicht (sofort) etwas damit machen. Du kannst dieses Gefühl so lange „stehen“ lassen, bis du für dich eine Idee kriegst, wie du damit umgehen möchtest. Und wenn nicht: auch ok! Es wird sich alles finden und fügen. Alles wird gut!

Es gibt kein richtig oder falsch!

Du handelst in DEINEM Ermessen. Und daran kann nichts falsch sein. Jeder Mensch lebt seine eigene Wahrheit und handelt nach dieser. Das Bauchgefühl, die Intuition, sollten dabei immer ein Mitspracherecht haben. Denn so weißt du, dass du deinem Herzen folgst und rate mal: dein Herz kennt den für DICH richtigen Weg! Vertraue darauf. Lass dich nicht beirren durch Bewertungen, Normen oder Vorurteile. So lange es sich für dich gut anfühlt, ist daran nichts falsch.

Du kannst dich alle 10sec neu entscheiden!

Hast du doch mal das Gefühl, nicht die „richtige“ Entscheidung für dich/ euch getroffen zu haben? Auch daran ist nichts falsch! Es hat dich um eine Erfahrung reicher gemacht. Und es ist nie zu spät, sich neu zu entscheiden! Gefühle wie Stolz, gekränkte Eitelkeit etc. hindern dich daran, eine andere Richtung einzuschlagen. Sie dürfen nichts destotrotz ANGENOMMEN und GELEBT werden, sollten dich aber nicht davon abhalten, eine neue Entscheidung zu treffen. Es ist alles gut so wie es gelaufen ist!

Die Frage des „MEINS“!

Mit den meisten Zweifeln, die ich habe, geht eine wichtige Frage einher: ist dieser Zweifel MEINS? Denn oft, bürden wir uns durch Mutmaßungen, Gefühle auf, die NICHTS mit uns zu tun haben und manchmal sogar auch nicht mit dem Gegenüber. In diesem Zuge dürfen wir auch dieses Gefühl der Verantwortung für alles und jeden, ablegen. Wir sind nicht für alles verantwortlich! Sind wir einfach nicht. Punkt. Solltest du tatsächlich feststellen, dass es gerade DEINS ist und nicht z.B. des deines Kindes. Dann habe ich hier einen weiteren Impuls für dich:

Sprich offen über deine Zweifel!

Erkläre die Situation so einfach wie möglich. Sprich über deine Zweifel, Ängste und Sorgen und frage wie es nach dem eigenen Empfinden. Wichtig dabei: erwarte nicht zu viel. Kleinere Kinder können ihre Gefühle nicht so in Worte fassen oder deuten. Bei meiner Tochter z.B. weiß ich ganz genau, wenn ich das Thema ein paar Mal anspreche und offen darüber spreche, was ich für Bedenken oder Gedanken mir darüber mache, kann ich davon ausgehen, dass sie mit der Zeit im Unterbewusstsein ihr eigenes Urteil macht. Und dann spricht sie irgendwann wie aus dem Nichts plötzlich genau dieses Thema an! Und dann weiß ich: jetzt spricht SIE – über ihre Gedanken, ihre Gefühle und darüber wie sie es haben will!

Mein großes Ziel: Mamas tauschen sich aus

Das wäre tatsächlich mein Ziel, dass Mamas hier in den Kommentaren oder in meiner FB-Gruppe „Mamafreuden – mit dem Herzen geht es leichter“ austauschen und über ihre eigenen Erfahrungen sprechen. Sei Inspiration für andere und lass dich von weiteren neuen Impulsen begeistern. Wenn du lieber ein „stiller“ Leser bist, dann freue ich mich, wenn du dich für meinen Newsletter anmeldest, mir auf Instagram folgst oder mein Facebook-Account abonnierst bzw. mit „Gefällt mir“ markierst! 

Gemeinsam ONLINE füreinander da sein – gerade in dieser Zeit, wo „social distancing“ groß geschrieben wird!

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