Tod geträumte leben länger oder nicht?

Tod geträumte leben länger oder nicht?

Letzte Nacht, die erste Nacht im neuen Familienbett, habe ich geträumt. Und als ich wach und mir klar wurde, was ich da geträumt habe, habe ich erst einmal gotteserbärmlich geweint. Denn ich habe geträumt, dass meine Mama im Sterben lag und ich sie begleitet habe, auf ihrem letzten Weg – zusammen mit meinen beiden Mädchen und meiner Sis (so nenne ich meine Zwillingsschwester).

Das Ganze hat mich erst mal etwas aus der Bahn geworfen. Ich liebe meine Mom über alles. Sie ist der beste und gutherzigste Mensch, den ich kenne. Ein Leben ohne sie – daran möchte ich nicht denken (müssen). Und doch weiß jedes Kind, auch ich, dass die Eltern nicht für immer da sein werden. Jedes Leben ist vergänglich – auch deren. Und dennoch bleibt diese Vorstellung, ohne meine Mom leben zu müssen, furchtbar beängstigend für mich.

Meine Mom – mein Vorbild!

Sie ist immer für mich und meine Mädels da; sie gibt mir Kraft und Halt – auch in Momenten und Situationen, in denen es ihr nicht einmal klar ist, dass sie mir eine Stütze ist und immer ein offenes Ohr für mich hat. Durch sie bin ich der Mensch, der ich heute bin; sie hat mich geprägt und mich ein Leben lang begleitet und mich immer unterstützt. In ihren Augen kann ich NICHTS falsch machen. Sie liebt mich bedingungslos und ist stolz auf mich – was sie mir auch immer wieder sagt!

Genau DIESE Mom möchte ich auch für meine Kinder sein. Doch habe ich mich oft dafür falsch gemacht, wenn ich dann nicht wie sie war, sondern geschimpft, geschrien und getobt habe. Und dann kam Sonja Kohlenberger in mein Leben und hat mir geholfen ICH zu sein – Mama zu sein UND meinen Träumen nachgehen zu können. Nachdem ich mich für diesen Weg entschieden habe, kann ich sagen: Ich BIN die Mom für meine Kinder, wie meine Mom sie für mich war. UND ich lebe meine Träume!

Als ich also da so in meinem Bett lag und über mein Leben nachdachte, wurde mir klar „dass meine größte Baustelle“ ist, den Tod anzunehmen und nicht negativ anzusehen. Ich möchte mit ihm „Freundschaft“ schließen und nicht mehr Angst vor ihm oder dem Leben danach haben. Viel mehr möchte ich DANKBAR sein, dass ich einen geliebten Menschen, so lange in meinem Leben haben durfte!

Mein Leben mit dem Tod

Seit ich denken kann, war der Tod ein ständiger Begleiter in meinem Leben. Meine Großeltern väterlicherseits habe ich nie kennengelernt. Mit 14 Jahren hatte meine Mom einen schweren Fahrradunfall, den sie fast nicht überlebt hätte. Ein Jahr darauf starb mein Vater – Suizid. Ein weiteres Jahr später starb mein Opa. 2005 meine Großtante und dann mein Patenonkel! Dann kehrte etwas „Ruhe“ ein. 2013 dann starb auch meine geliebte Oma.

2017 durfte ich dann erfahren, was (statistisch betrachtet) jede 2. Frau widerfährt. Ich hatte eine Fehlgeburt. Diese Art von Tod kannte ich bislang nur vom „Hören-Sagen“. Heute weiß ich, dass ich Glück hatte, bereits eine Tochter gehabt zu haben. Dadurch wurde es für mich viel leichter mit diesem Verlust und diesen Versagensgefühlen umzugehen (mehr dazu liest du hier). Ich denke nach wie vor an unser „Wunder im Himmel“, tröste mich aber damit, dass mein Vater ein Enkel bei sich haben darf und nicht alleine ist. Das ist, wie ich finde ein sehr schöner und tröstender Gedanke.

Ich habe den Tod immer akzeptiert und gesehen als das, was er ist. Er NIMMT Leben, beendet das Dasein eines Menschen, doch die Seele lebt weiter. Genauso wie die Erinnerungen an den geliebten Menschen. Es ist schmerzhaft diesen Menschen ziehen zu lassen, ihn nicht mehr sehen, berühren oder mit ihm reden zu können. 

Der Tod meines Vaters

Als mein Vater starb, war ich gerade mal 15 Jahren. Sein Tod war wohl mit einer der schrecklichsten Erfahrungen in meinem bisherigen Leben. Ich habe meinen Vater sehr geliebt – ich liebe ihn noch heute. Nach der Scheidung fühlte ich mich für ihn verantwortlich und wollte seine „Stütze“ sein. Heute weiß ich, dass ich dieser Aufgabe nicht gewachsen war. Es trifft mich keine Schuld an seinem Tod. Auch das musste ich über die Jahre erst begreifen. Er fehlt mir nach wie vor jeden Tag. Ich kann ihn immer noch vor meinem geistigen Auge sehen und an einem herrlich verregneten Sommertag, wenn das Gras frisch gemäht ist, „rieche“ ich ihn noch immer. 

Doch trotz all dieser Erfahrungen, ist und bleibt die Vorstellung meine Mom zu verlieren, eine Tatsache, die ich am liebsten ausblenden und verdrängen möchte. Und während ich noch in immer meinem Bett lag, kam mir unweigerlich diese eine Frage in den Sinn: 

Wenn mein Leben morgen vorbei wäre, könnte ich dann sagen, dass ich es in vollen Zügen GENOSSEN und GELEBT habe?

Und da hatte ich eine Erkenntnis! All die Diskussionen, über Medien- und Süßigkeitenkonsum, Verantwortung abgeben beim Zähne putzen, Schlafen gehen oder Zimmer aufräumen – das ist verschenkte Energie (in meinen Augen). 

Möchte ich tatsächlich, dass meine Kinder sich daran erinnern, wenn sie an ihre Kindheit zurückschauen? Oder möchte ich im Vertrauen handeln und sie lehren, selbst für sich einzustehen und IHRER Freude zu folgen? Ganz klar letzteres.  

Daher nehme ich es HEUTE in die Hand und ENTSCHEIDE mich loszulassen. Das Leben zu GENIEßEN. Im HIER und JETZT zu sein. Und meine Kinder zu lieben und anzunehmen wie SIE SIND. Sie dürfen ihrer Freude folgen ohne dass ich sie dafür falsch mache.

Tod geträumte leben länger

Um noch mal auf meinen Traum zurückzukommen. Ein Spruch besagt ja, dass Menschen, von denen man, träumt nicht dem Tod geweiht sind, sondern tatsächlich weiter leben. Darüber hinaus besagt die Traumdeutung folgendes:

…das Ableben im Traum ist als eine Art Aufforderung des Bewusstseins zu verstehen, nämlich als Aufforderung zum eigenen Wachstum. Todesträume symbolisieren quasi den ersten Schritt zum eigenen, geistigen Entwicklungsprozess, bei dem alte, schädliche und destruktive Verhaltensweisen abgelegt werden und neuen, besseren Angewohnheiten weichen sollen. Der Tod einer Person und vor allem der des eigenen Ichs ist demnach nicht wörtlich gemeint, sondern steht symbolisch für den Tod, also das Loslassen, alter Laster und Verhaltensweisen. Er symbolisiert den inneren Reifungsprozess.

https://traeumen.org/traumdeutung/traeume-vom-tod

Na da würde ich doch mal sagen: Punktlandung! Meine Gedanken haben mich genau dahin geführt, was die Traumdeutung auch besagt. Das betrachte ich als gutes Omen und komme zum Schluss. Bleibt nur noch eine Frage: Wenn DEIN Leben morgen vorbei wäre, könntest du dann sagen, dass du es in vollen Zügen GENOSSEN und GELEBT hast?

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2 Gedanken zu „Tod geträumte leben länger oder nicht?

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